Pokal: Mit Niederschlägen ist zu rechnen
Dennis Averhage setzt gegen den Favoriten vom SC Roland auf ein Abwehrbollwerk mit Konterchancen.

Auf der Vorhelmer Platzanlage ist am Mittwoch ab 18.30 Uhr also durchaus mit Niederschlägen zu rechnen, wenn sich der große Oberligist SC Roland zum Kreispokal-Finale die Stollen aufschraubt. „Wir geben Vollgas und stehen zu unserer Favoritenrolle“, betätigt Rolands Trainer Ismail Atalan alle Vorhelmer Befürchtungen. Schließlich lockt immer noch die Einnahmequelle Westfalenpokal – auch wenn der über die Oberliga auch zu erreichen wäre. „Aber ich will nichts dem Zufall überlassen“, ist der Übungsleiter sehr praktisch veranlagt.

Sein Kollege Averhage, der als Nachrücker ebenfalls Westfalenpokal-Chancen hat, aber auch. „Wir haben natürlich zu 99 Prozent keine Chance“, zuckt er die Schultern und setzt notgedrungen auf das ebenso berühmte wie ungemütliche Fritz-Walter-Wetter. „Könnte ein Vorteil für uns sein“, grinst er.

 Mehr spricht tatsächlich nicht für den Kreisliga A-Vertreter, der nicht nur zuletzt bei der Titeljagd schwächelte, sondern auch noch arge Personalprobleme hat. Bei rund fünf Stammspielern, die wohl ausfallen, orakelt Averhage von „Überraschungen in der Aufstellung, damit wir ein guter Gegner sein können.“

 Wobei das natürlich Auslegungssache ist. Was für die Westfalia gut ist, muss nicht es automatisch auch für Roland sein. Weswegen Atalan auch den „gebotenen Respekt“ einfordert und das Endspiel nutzen will, um seinen Jungs scharf auf die Füße zu gucken. „Ich will auch sehen, wie weit die Spieler sind“, sagt er. Wer wird sich voll reinhängen, auch wenn der Gegner unterklassig spielt? „Ich werde ein Auge darauf haben“, kündigt Atalan an, der zwar Köse wieder einsetzen kann, aber auf Dotor-Ledo und Schwab verzichten muss.

 Währenddessen setzt sein Gegenüber auf einen feinen Höhepunkt zum Saisonende. „Nachdem unsere Zuschauer in den letzten Wochen nicht so verwöhnt wurden, gibt’s jetzt einen Bonus“, trotzt Averhage den dunklen Wolken überm Vorhelmer Sportplatz. Atalan hingegen ist in Gedanken schon wieder im heimischen Clubheim: „So ein Kreispokal macht sich doch immer gut in unserer Vitrine.“ Da ist’s dann auch wieder schön trocken.

Mehr zum Kreispokal, auch dem vom SC Lippetal, in der Glocke am Mittwoch.

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