Pokalfieber vor Arminia-Gastspiel
Bild: Wegener
Simon Büscher (r., hier gegen Walsteddes Hendrik Simon) will sich mit Vorhelm gegen Arminia Bielefeld möglichst teuer verkaufen.
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Also: Alle Mann in den Bus und ab ins Wibbeltdorf, wo Kreisligist Westfalia Vorhelm schon sehnlichst auf den hohen Besuch des Drittligisten wartet. Am Donnerstag, 9. Oktober, ab 19 Uhr treffen beide Teams zum ungleichen Duell in der zweiten Runde des Westfalenpokals aufeinander.

Was für die TuS wohl die Partie der Vereinsgeschichte ist, ist für die Arminia womöglich ein lästiger Ausflug. Denkste! Denn Norbert Meier betont, wie ernst er diese Aufgabe nimmt. „Es ist bekannt, dass wir jeden Euro gebrauchen können“, erklärt Meier, der sich über den Westfalen- für den DFB-Pokal qualifizieren will. Es steht also viel Geld auf dem Spiel. „Und solche Duelle gegen einen Kreisligisten bringt die Natur mit sich.“

Deswegen versichert Meier auch, nicht mit einer U 23 anzureisen. „Wir haben einige angeschlagene Spieler. Aber jeder, der kann, fährt mit“, erklärt der Übungsleiter, der für den Gegner ein paar warme Worte parat hat: „Man kann Vorhelm nur beglückwünschen, dass sie diese Runde erreicht haben“, zieht Meier den Hut, weiß aber genauso wie Vorhelms Trainer Dennis Averhage, dass ein Ausscheiden der Arminia undenkbar ist. „Dafür bin ich auch zu sehr Realist“, sagt Averhage, der sich ebenso wie seine Mannen dennoch tapfer wehren will. „Wir wollen uns für einen Kreisligisten sehr gut verkaufen“, erklärt Averhage. „Alles andere werden wir sehen.“

Bereits zwei Stunden vor dem Spiel trifft sich die Vorhelmer Mannschaft. „Trinken ‘ne Tasse Kaffee und besprechen taktische Dinge“, verrät Averhage, der zwar sehr entspannt ist, das Aufeinandertreffen mit Trainerkollegen Norbert Meier aber herbeisehnt. „Den sieht man ja sonst nur im Fernseher“, freut sich Averhage auf das doppelte Händeschütteln.

Auch Meier wird ganz relaxt an der Seitenlinie die Partie verfolgen können. „Auf der Fahrt zum Spiel nach Rostock fiel unser Zug aus, und wir mussten über Hamburg fahren“, erzählt er. „Das Problem haben wir gegen Vorhelm nicht.“ Purer Luxus im Wibbeltdorf.

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