Pokalquali-Reform erntet wenig Applaus
Bild: Wegener
Locker die Saison austrudeln und dann die Seele baumeln lassen geht nicht mehr: Andreas Tesch (l.) muss nun nach Abschluss der Punkspiele mit der Ahlener SG in der Qualifikation zur DHB-Pokal-Hauptrunde antreten.  
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Die Neuregelung der Qualifikation zur DHB-Pokal-Hauptrunde stand im Zentrum des Gesprächs, verriet der Ahlener Trainer.

Und die hat es nach Meinung der beiden Mannschaftsverantwortlichen in sich. Bisher nahmen die sechs erstplatzierten Teams automatisch an der nationalen Pokalausscheidung teil. Das wird in diesem Jahr anders sein, denn der Handballverband setzt auf einen neuen Modus. Nur noch die ersten vier der Drittliga-Staffeln sind gesetzt. Die beiden weiteren Vertreter werden in zwei Pokalrunden nach Saisonende ermittelt.

In deren Rahmen treten die Mannschaften, die die Plätze fünf bis 13 jeder der vier Staffeln belegen, gegeneinander an. Zweite Mannschaften – in der West-Staffel sind das Minden, Gummersbach und Lemgo – nehmen nicht an der Qualifikation teil. Nach heutigem Stand hätte die SG Schalksmühle in der ersten Runde, 19. bis 21. Mai, ein Freilos. Longerich würde auf Volmetal, die Bergischen Panther auf Aurich und Ahlen auf Menden treffen.

In Runde zwei (26./27. Mai) muss der Sieger der Partie Ahlen/Menden in Schalksmühle antreten, während der Sieger Longerich/Volmetal gegen den Sieger Bergische Panther/Aurich spielt.

Diese Neuerung stößt bei beiden Trainern auf wenig Gegenliebe. „Die Belastung für die Spieler ist hoch“, kritisiert der ASG-Mannschaftsverantwortliche. Da brauchen wir nicht noch mehr Spiele.“ „So eine Regelung macht sportlich keinen Sinn“, ergänzte Neff. „Einige Teams hatten im Vorfeld schon ihre Abschlussfahrten gebucht oder private Aktivitäten geplant.“

Die Ahlener trifft die Neuerung nicht so hart, wie Kapitän Mattes Rogowski bestätigt. „Wir trainieren sowieso bis Ende Mai. Eine Abschlussfahrt in diesem Zeitraum haben wir nicht geplant“, sagt er. „Dann werden wir uns eben auf ein weiteres Spiel vorbereiten.“

Bertow ist weniger entspannt. „Wir halten uns nach dem letzten Saisonspiel noch mit anderen Sportarten fit“, erklärt er. „Handball soll in dieser Zeit nicht gespielt werden, damit die Spieler nach der anschließenden Pause wieder Bock auf den Ball haben.“

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