Pokaltraum für WSU-Frauen ausgeträumt
Bild: Wegener
Mit 2:4 unterlag die WSU, hier mit Torhüterin Noel Henkenjohann und Lisa Piotrowsky (r.), im Westfalenpokal-Halbfinale dem VfL Bochum.
Bild: Wegener

„Wir schlagen uns selbst. Die letzten drei Tore waren absolut unnötig und resultierten aus individuellen Fehlern“, ärgerte sich Trainer Kuhlmann nach dem aus seiner Sicht durchaus vermeidbaren Pokalaus. Zugleich war er aber auch ein fairer Verlierer: „Ein Kompliment an die Mädels und mein Glückwunsch an Bochum. Wir haben alles versucht, mehr war aber einfach nicht drin. Bochum war einen Tick erfahrener und besser.“

In der ersten halben Stunde tasteten sich beide Seiten noch vorsichtig ab und sorgten kaum für ernsthafte Torgefahr. In der 31. Minute ging der VfL dann glücklich durch Marie Lümmer in Führung. Warendorfs Dana Homann hatte noch vor der Pause die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Ihren starken Sololauf in der 37. Minute konnte sie allerdings nicht mit dem 1:1 vollenden.

Nachdem Mara Wilhelm in der 56. Minute auf 2:0 für Bochum erhöhte, mussten die Warendorferinnen risikoreicher agieren und wurden für ihren Mut belohnt. Laura Dahlkemper (61.) verkürzte auf 1:2 und läutete damit die stärkste Phase der Heimelf ein. Doch ausgerechnet in dieser markierte der VfL nach einer Standardsituation glücklich das 3:1. Tiana Kalamanda (72.) versenkte einen Freistoß unhaltbar im linken Torwinkel. „Es hätte Freistoß für uns geben müssen, nicht für Bochum“, ärgerte sich Kuhlmann in dieser Szene über die Schiedsrichterentscheidung.

Seine Schützlinge steckten aber nicht auf und verkürzten in der 80. Minute erneut durch Dahlkemper auf 2:3. Doch die Warendorfer Freude wehrte nur wenige Sekunden. Im direkten Gegenzug markierte Lümmer das 4:2 für Bochum und sorgte somit für die Entscheidung.

WSU: Henkenjohann, Schillo, Bröcker, Markfort, Pötter, Piotrowsky, Teltenkötter, (46. Kesse), Blanke, Homann, Grütter, Dahlkemper

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