Premieren-Applaus für zweite Halbzeit
Chris Kleeschulte erzielt einen HSG-Treffer in der neuen Innenstadtsporthalle

 Doch nach der Pause kam ein völlig verwandeltes Gütersloher Handballteam aus der Kabine und legte gegen den TV Emsdetten mit 35:28 Toren noch eine gelungene, zwar nicht frenetisch bejubelte, aber artig beklatschte Premiere hin.

Den Gästen, die gegen lethargisch wirkende Gastgeber im ersten Durchgang quasi mühelos getroffen hatten, gelang erst 15:57 Minuten nach Wiederanpfiff ihr erster Treffer zum 23:20. Da hatte die nun aufopferungsvoll kämpfende HSG-Sieben bereits neunmal getroffen.

Jetzt stand die Abwehr, zum einen weil der zum Bundesligakader des TVE zählende Max Schüttemeyer kurz gedeckt wurde und Kai Kleeschulte im Tor besser ins Spiel fand als zuvor Eugen Rogalski. Vor allem aber, weil jeder für jeden arbeitete. Endlich wurden Konter gelaufen und mit jedem erfolgreich verwerteten Gegenstoß wuchs das Selbstvertrauen bei Buhrmester  und Kleeschulte.

Bleibt die Frage, warum die Mannschaft von Philipp Christ, der noch gestern zu einem fünftägigen Kurzurlaub aufbrach, nicht von Beginn an so aufgetreten ist. „Da waren wir nervös und hektisch. In der Pause haben ein, zwei Spieler eine geile Ansprache gehalten und dann war der Schalter umgelegt“, freute sich „Co“ Olav Schomakers. „Da hat man dann gesehen, dass jeder eine gelungene Heimpremiere wollte. Jetzt müssen wir das Ding noch zur Festung ausbauen“, führte „Ö“ aus.

Festmachen lässt sich der Leistungsschub an Marcel Schönhoff. Erst um 14 Uhr vom zweiwöchigen USA-Trip zurückgekehrt, warf der 27-Jährige seinen Körper und Willen aufs Parkett und sofort zogen Marian Stockmann und Christoph Harbert und dann die ganze Mannschaft mit.

HSG Gütersloh: Rogalski/K. Kleeschulte – Buhrmester (3), Schönhoff (4), Stockmann (8), Harbert (8/1), Püth, Gast (4/1), Ch. Kleeschulte (4/1), Kollenberg (2), Hark, Feldmann (2)

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