Profi-Athletin Walter Klasse für sich
Verena Walter  dominierte die Kurzdistanz bei den Frauen.

Zwar profitierte Walter bei ihrem Sieg von der Verwarnung der früheren Bielefelder Hermannslauf-Siegerin Franziska Bossow (2:05:19 Std., TSVE Bielefeld), die wegen ihre Frühstarts vorsorglich sogar eine Zwei-Minuten-Strafe absaß.

Aber auch ohne die „Zeitstrafe“ für Bossow wäre der Sieg der selbstständigen Grafik-Designerin nicht in Gefahr geraten, denn die Iserlohnerin brauchte sich nach dem schnellsten Schwimm- und Radsplit beim Laufen nicht mehr sonderlich anzustrengen und ließ auch alle Starterinnen der NRW-Liga mit deutlichem Abstand hinter sich.

 Nach dem siebten Platz beim 70.3-Wettkampf auf Mallorca steht für Walter nun der Ironman Germany in Frankfurt auf dem Programm: „Ich muss schauen, wo ich bei den Profis stehe.“

Bei den Männern sicherte sich Stefan Günnigmann (1:52:09 Std., Mondi TriFinish Münster) den Sieg im offenen Feld auf der Kurz-Distanz. Dem M30-Starter saß mit dem Borgholzhausener Daniel Knoepke (1:54:45 Std., Ejot Team TV Buschhütten) aber bereits ein heimischer Athlet im Nacken, der bereits zweimal die Mitteldistanz gewonnen hat und wegen einer „Baby-Pause“ etwas kürzertritt.

 „Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach dem Zweitliga-Wettkampf am Vortag in Halle an der Saale so gut in meinen Rhythmus finde würde“, freute sich Knoepke.

 Dritter wurde Christian Bossow (TSVE Bielefeld), der in 1:59:26 Stunden die Zwei-Stunden-Marke unterbot.

Für einen heimischen Sieg sorgte die Gütersloherin Astrid Selker (LV Oelde). Nach 1:08:30 Stunden für die 0,5/20/5 km hatte die 27-jährige gebürtige Verlerin im Ziel über drei Minuten Vorsprung auf Susanne Höing (1:11:45 Std., TriFinish Münster) und Ilka Boge (1:11:53 Std., TSVE Bielefeld). „Das lief ganz gut“, erklärte Selker knapp, die auf dem Rad die Führung übernahm und als Saison-Höhepunkt den Mitteldistanz-Wettkampf in Ratzeburg auf dem Programm hat.

Deutlich enger fiel die Entscheidung bei den Männern aus. Im Fernduell mit der zweiten Start-Gruppe wähnte sich David Smyrek (1:00:58 Std., Tri Team TV Verl) lange als Sieger des Sprint-Wettbewerbs. In der zweiten Startgruppe schoben sich aber Rainer Frie (1:0:47 Std., Soester TriTeam) und Michael Sperver (1:00:51 Std., Sperver Hofladen) an dem 25-Jährigen vorbei, der sich mit seinem Team-Kollegen Thorsten Nöthling (5. – 1:02:30 Std.) ein packendes Duell lieferte.

 „Auf der Laufstrecke habe ich mich dann schnell abgesetzt. Ein super Test eine Woche vor dem Mitteldistanz-Liga-Wettkampf in Bonn“, freute sich Smyrek.

Völlig aus dem Häuschen war die Staffel der LG Marienfeld. In 1:01:49 Stunden feierten Luis Bonberg (20 Jahre), Jonas Becker (14) und Tom Strototte (16) einen Start-Ziel-Sieg. Bereits nach dem Schwimmen schickte Bonberg seinen Team-Kollegen Jonas Becker mit 1:30 Minuten Vorsprung auf die Radstrecke. Der Nachwuchsfahrer des RSV Gütersloh baute auf den 20 Radkilometern den Vorsprung auf fünf Minuten aus. „Ich musste dann nur noch vollenden“, verspürte Tom Strototte beim Laufen keinen Druck mehr von der Konkurrenz.

Ansonsten dominierten im Volkstriathlon über 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen auswärtige Athleten. Mit einer Ausnahme. Die 28-jährige Lokalmatadorin Marie-Luise Becker (LC Restekiste, Harsewinkel) stürmte als Sechste in 1:12:20 Stunden in die Top Ten. „Ich wollte bei meinem Heimspiel unbedingt starten“, erklärte Becker, die bereits am Vorabend bei der Isselhorster Nacht im Hauptlauf gestartet war.

SOCIAL BOOKMARKS