Prügel, Polizei und Pöbeleien in C-Liga
„Je niedriger die Klasse, umso schlimmer“: KSK-Chef Klaus Schwenner

 „Da lach ich mich tot“, sagt der Vorsitzende der Spruchkammer Klaus Schwenner. „Die sollen doch Fußball spielen. Aber je niedriger die Klasse, desto schlimmer wird es.“ Dem obersten Schiedsherren wird in rund drei Wochen wohl das Lachen vergehen, denn dann werden die Vorkommnisse bei den Boxkämpfen FSG Ahlen II gegen Walstedde II sowie ASK Ahlen (Ditib Ahlen Spor Kulübü) gegen SpVgg Dolberg verhandelt. Wahrscheinlich will’s dann wieder keiner gewesen sein.

Bei der FSG Ahlen wurde das tumultige Duell beim Stande von 3:1 abgebrochen, nachdem sich beide Mannschaften geprügelt hatten. „Ein heilloses Durcheinander“, hatte FSG-Vorsitzender Oliver Mintert nur gesehen und dass „die Stimmung aufgeheizt war.“ Erstes Opfer war Walsteddes Jordi Koch, der mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus gefahren wurde. Sein Torwart Tobias Czarnotta folgte ihm später, weil er wohl von einem FSG-Mann gefoult worden war. Beide gerieten aneinander, beide sahen Rot, dann flogen die Fäuste, und Walstedde beschloss, nicht mehr anzutreten.

Bei der ASK wurde zwar zuende gespielt (2:1), das aber unter unwürdigen Bedingungen. In der Schlussphase des anscheinend überhart geführten Spiels war Dolbergs Trainer Dirk Kruse aus Feld gestürmt – wie er sagt, um seinen Sohn Daniel zu schützen. Dort sei er attackiert worden, kam auch in Hospital und stellte bei der zum Schlusspfiff erschienen Polizei Strafantrag.

Der ASK-Vorsitzende Secaattin Akbas führt in einer vierseitigen Stellungnahme, die der „Glocke“ vorliegt, „rassistische und diskriminierenden Äußerungen gegen ASK-Spieler“, nicht enden wollende Provokationen und Pöbeleien der Dolberger Spieler, vor allem aber von Dirk Kruse selbst, ins Feld.

Der hingegen kontert: „Meine Dolberger sind zu 75 Prozent Türken, meine Roländer A-Jugend zu 80 Prozent, und bei Dolberg II spielen fast nur Flüchtlinge. Und da soll ich Ausländerprobleme haben?“

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