Punktlandung in dramatischer Endphase
Zungenfertig: Philipp Lemke gibt sich beim Durchbruch durch Mendens Abwehr ganz ungeniert. Drei Tore steuerte der Ahlener zum Remis bei.

Ein schönes Spiel war es nicht, das die Zuschauer in der Ebert-Halle zu sehen bekamen. Dafür war es bis zur letzten Sekunde spannend. Denn 43 Sekunden vor Schluss bekam Menden beim Stand von 28:28 einen Siebenmeter zugesprochen, den ASG-Keeper Pavol Niroda jedoch im gellenden Pfeifkonzert des Ahlener Publikums parierte.

 Zwar blieben die Gäste im Ballbesitz, doch 20 Sekunden vor dem Ende verloren sie ihn, so dass nun die ASG die Chance auf den Sieg hatte. Bertow nahm eine Auszeit, holte Niroda vom Platz und brachte für ihn Mattes Rogowski als sechsten Feldspieler. Doch seiner Mannschaft gelang es nicht, noch eine Chance herauszuspielen, und ein Freiwurf mit dem Schlusspfiff blieb im Block hängen. Schon vor der Partie war klar gewesen, dass die ASG ihre Fehlerquote im Griff haben musste, um gegen die konterstarken Gäste bestehen zu können.

 Doch bereits in den ersten fünf Minuten leistete sich die Bertow-Sieben drei Ballverluste, und so lag die HSG schnell mit 4:1 in Führung. Auch in der Folge setzte die offensive Deckung gegen Thomas Lammers, Marian Michalczik und Philipp Lemke den ASG-Rückraum derart unter Druck, dass die Gastgeber in der ersten Hälfte nicht viel zustande brachten. Mehr als ein Dutzend Mal landete der Ball beim HSG-Keeper oder gar neben dem Tor.

Bloß gut, dass die Gäste ebenfalls eine Vielzahl von Chancen vergaben, so dass sie zur Halbzeit nur mit 14:12 vorn lagen. Nach der Pause zogen sie bis auf 16.13 davon, ehe die Gastgeber ihr Kämpferherz entdeckten und mit drei Toren in Folge auf 16:16 (35.) ausgleichen konnten.

Von da an blieb es spannend. Menden legte stets vor, die ASG glich aus und schaffte vier Minuten vor Schluss beim 27:26 sogar die erste Führung. Doch am Ende blieb es dann doch beim Unentschieden.

SOCIAL BOOKMARKS