Purzeln beim 16. Citylauf die Rekorde?
 Bild: Wegener
Vorjahressiegerin Tola Fate (Nummer 50) fehlt heute aus gutem Grund. Die Äthiopierin ist schwanger. Es gibt dennoch genügend Anwärterinnen, die in den Bereich des Streckenrekords laufen können.
 Bild: Wegener

Nicht nur in Anbetracht der erlesenen Zehn-Kilometer-Starterfelder in Haupt- und Eliteläufen sind die Bedingungen also rekordträchtig. „Ich habe diesmal ein unheimlich gutes Gefühl“, sagte Hauptorganisator Egon Jürgeschellert, der einen Tag vor den ersten Starts nach zahlreichen Wochen Vorbereitung mehr Vorfreude als Anspannung verspürte.

Gemeinsam mit 50 Helfern hat er alles dafür getan, dass die 16. Auflage des Citylaufs zu einem herausragenden Ereignis werden könnte. Schon der Diekemper-Hauptlauf ab 19.30 Uhr verspricht besten Sport. Im Vorjahr hatte Sieger Ybkekal Daniel Berye aus Kassel mit 30:05 Minuten den Streckenrekord von Elias Sansar pulverisiert. In seinem Sog war unter anderem Lokalmatador Philipp Kaldewei zu einer persönlichen Bestzeit von 31:46 gestürmt. Alle drei werden in diesem Jahr wieder dabei sein.

Auch die Streckenbestmarke der Frauen von Claudia Lokar (34:43) aus dem Jahr 2011 ist in Gefahr. Christl Viebahn (LAZ Puma Rhein-Sieg) oder Cornelia Schinlder (SSC Berlin) sind aussichtsreiche Anwärterinnen und scharren bereits mit den Hufen. Damit ist der Hauptlauf, der in diesem Jahr nach groben Schätzungen mehr als 400 Aktive anlocken dürfte, erneut ein würdiger Appetitmacher für das Spektakel der Eliteläufe.

Bei den Weltklasse-Athletinnen gehören ab 20.45 Uhr die Äthiopierinnen Eleni Gebrehiwot und Boku Zerfe sowie die Kenianerinnen Mary Arenkwony Maiyo und Eunice Mumbua Kioko zum engsten Favoritenkreis. Sie können allesamt um die 32 Minuten und möglicherweise sogar noch schneller laufen, sprich den Streckenrekord von 31:53 von Eunice Jepkorir (Kenia) attackieren. Mit dabei ist übrigens auch Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt), die Tochter der früheren deutschen Vorzeige-Langstrecklerin Kathrin Dörre-Heinig.

Ebenso exquisit ist das Männerfeld der Profis besetzt. Die Kenianer Leonard und Philip Langat, Elisha Rotich, Richard Kiprop Mengich und Timoty Kiptoo dürften das Rennen dominieren. Leonard Langat siegte schon im Vorjahr in Oelde, Philip Langat hält den Streckenrekord mit einer Zeit von 27:49 Minuten.

SOCIAL BOOKMARKS