RW-Abstiegskampf pur in Sandhausen
Kevin Wölk (l.) muss zu Hause bleiben. Der RWA-Offensive fehlt nach zehn Gelben Karten.

 Wobei in diesem Satz auch noch zwei Fehler stecken: Schließlich hat immer noch der Gegner was davon, und außerdem war die RW-Spielerei gegen Saarbrücken auch nicht „schön“. Zwei Probleme also, die in Sandhausen beim schmutzigen Kellerduell eiligst gelöst werden müssen. Was ganz einfach ist, wenn man nur alles anders macht als am Samstag. Aggression statt Ängstlichkeit, Disziplin statt Hühnerhaufen. „Wir können Mittwoch Nacht durchaus nach Hause fahren und auf einem Abstiegsplatz stehen“, führt van Lent seinen Jungs vor Augen, was passieren kann, wenn sich nichts ändern sollte. „Wenn wir auf diese Weise das Arbeiten nach vorn und hinten vernachlässigen, dann nehme ich das wirklich übel“, ist der Übungsleiter ungewohnt garstig. Die Enttäuschung muss tief sitzen. Er kann sich immerhin damit ablenken, auf der Busfahrt ins Badische wieder an seinem Kader zu basteln.

Ohne Ghasemi, Wölk und Blacha

Denn neben dem gelbgesperrten Kevin Wölk fehlt ihm überraschend auch Sebastian Ghasemi, der auf den Verdacht einer Herzmuskelentzündung untersucht wird und auch gegen München II am Samstag ruhen muss. Ein Fall für Hille also, der in die offensive Kette rückt. Zudem ist auch David Blacha im Training umgeknickt und sagte die Reise ab. Was van Lent indes nicht vor allergrößte Schwierigkeiten stellt, denn der Fußball-Lehrer hätte wohl sowieso Dahlhoff statt Blacha in die Anfangself beordert. Ob, wann und mit wem allerdings Kapitän Busch zurückkehrt, ist noch offen. Wichtig ist nur, dass seine ordnende Hand wieder ins defensive Mittelfeld eingreift.

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