RW Ahlen: Desaströses 0:5 in Sandhausen
Bild: Wegener
RW-Trainer Arie van Lent war bitter enttäuscht von seiner Mannschaft.
Bild: Wegener

Als sei die deutliche Klatsche allein nicht schon schlimm genug, kassierte Manndecker Daniel Flottmann in der 42. Minute nach einer Notbremse gegen Daniel Schauerte auch noch die rote Karte. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:0 für Sandhausen, weil der Ex-Paderborner Frank Löning in der 31. Minute erneut seinen Torriecher bewiesen und eiskalt vollstreckt hatte. Nach Flottmanns Notbremse, die laut Maul wohl eher außerhalb des Strafraums geschah, übernahm Löning ein zweites Mal Verantwortung. Er schritt zum Punkt und versenkte den Ball zum 2:0.

Ob der Strafstoß gerechtfertigt war oder nicht, spielt in der Gesamtbetrachtung sowieso eine untergeordnete Rolle. Die Westfalen fanden gestern in keiner Phase des Spiel die passende Einstellung und präsentierten sich nach Einschätzung ihres wutschnaubenden Trainers Arie van Lent wie ein Absteiger. Im zweiten Abschnitt kam das Fehlen des langen Manndeckers Daniel Flottmann erschwerend hinzu. Sandhausen hatte noch weniger Mühe als vor der Pause, die ungeordnete Defensive der Gäste zu knacken.

Fehlpässe zuhauf, eklatante Schwächen im Spiel nach vorne: ganz gleich, wohin man schaute, Ahlen bekam keinen Fuß an den Boden und ließ die wenigen mitgereisten Fans bei frühsommerlichen Temperaturen frösteln. Chancen für die Rot-Weißen waren mühelos an einer Hand abzuzählen. Björn Kluft direkt im Anschluss an das 2:0 der Sandhausener und der überaus blasse Angreifer Matthew Taylor (55.) hätten das Ergebnis ein wenig schönen können.

Ganz anders die nun seit 524 Minuten ohne Gegentor spielenden Gastgeber. Marco Pischorn (76.) und der spät eingewechselte Regis Dorn mit einem Doppelpack (79., 88.) bestätigten mit ihren Toren den eindrucksvollen Aufwärtstrend der Dais-Elf, die locker an Ahlen vorbeigezogen ist und das van-Lent-Team tief ins Tal der Tränen gestürzt hat.

SOCIAL BOOKMARKS