RW Ahlen: Freie Abende werden Luxus
Wieder umsonst vorbereitet: Ahlens Trainer Christian Britscho sucht noch einen Testgegner fürs Wochenende.

Am Freitag hatte die Platzkommission am Papenloh befunden, der durchnässte Rasen sei zu tief, jeder Stollen würde den Boden nachhaltig beschädigen, und hat dann schon früh um die Mittagszeit das Duell gegen Ahlen abgesagt. Die Termine rücken also immer enger zusammen.

Dabei wackelt mit Blick zum regenverhangenen Himmel bereits jetzt der erste Nachrücker, nämlich die Partie in Preußen Münsters Stadion am Sonntag, 23. Februar, bedenklich. Eintracht Rheine steht hingegen erst am 29. April, 19.30 Uhr, an. Aktuell kommen nun also Ennepetal und Rhynern hinzu – freie Abende innerhalb der Woche werden so bald zum Luxus.

Solche Absagen fühlten sich immer ein bisschen wie eine Niederlage an, meint Trainer Christian Britscho. Immerhin sei die schlechte Nachricht früh gekommen. Schlimmer sei es nämlich, wenn man schon hochgefahren sei, alle Schornsteine rauchten und man dann doch zuhause bleiben könne. „Dann müssen wir eben noch mehr auf die Belastungssteuerung achten“, seufzt Britscho, der sich nun freut, dass seine Rotweißen in der Pause personell nachgelegt haben. „Das macht jetzt umso mehr Sinn und kann sich noch als wertvoll herausstellen.“

Immerhin hatte sich Britschos böse Vorahnung für das Rhynern-Spiel bestätigt, der für den Donnerstag vorauseilend den Test gegen FC Borussia Dröschede angesetzt hatte, damit seine Jungs das Spiel mit dem Ball wenigstens nicht ganz verlernen. „Wir suchen noch einen Gegner jetzt für das Wochenende, aber wenn das nicht klappen sollte, sind wir gegen Dröschede wenigstens wieder in der Spur geblieben“, sieht sich der Übungsleiter bestätigt.

Und es lief ordentlich: Nach einem 0:1-Rückstand (15.) drehten Luca Steinfeldt (30.), Timon Schmitz (59.) und Enes Güney (83.) die Partie zum 3:1 gegen den Spitzenreiter der Landesliga. „Das war richtig gut. Wir haben uns gegen einen sehr starken, hoch pressenden und griffigen Gegner trotz Rückstand durchgesetzt“, fand es der Trainer fast so gut wie ein echtes Saisonspiel. Aber eben nur fast.

RW Ahlen (1. Halbzeit): Schipmann - Aboagye, Cieslak, Lindner, Eickhoff - Budak, Altun, Di Pierro - Pihl, Steinfeldt, Mai; (2. Halbzeit): Isik - Stroemer, Höveler, Cieslak (61. Budak), Aboagye (61. Berger) - Schmitz, Schmidt, Altun (61. Mai; 76. Di Pierro) - Güney, Todte, Zengin

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