RW Ahlen: Gosda bittet um Aufschub 
Michael Mönig, Insolvenzverwalter, sitzt auf heißen Kohlen und leeren Kassen.
Michael Mönig, Insolvenzverwalter, sitzt auf heißen Kohlen und leeren Kassen.

An diesem Montag erwartete RW Ahlens Vorstand und Aufsichtsrat eigentlich eine erste Zahlung vom Ex-Präsidenten Heinz-Jürgen Gosda, um die Saison wenigstens bis zum 31. Mai weiter zu finanzieren. Man traf sich also und es geschah – nichts. Die Vertreter der Gosda-Gruppe baten stattdessen um einen weiteren Tag Zeit, den ihnen Insolvenzverwalter Michael Mönig nur zähneknirschend zugestand. Denn der sitzt auf heißen Kohlen und leeren Kassen.

Rund 364 000 Euro soll Mönig als erste Rate von Gosda eingefordert haben, um wenigstens bis Anfang Juni die Chance zu haben, den Verein weiterzuführen und damit weiter auf Großsponsoren zu hoffen. Das wäre dann eine erste Rate von den fast 800 000 Euro, die Mönig sowieso gegen die Gosdas einklagen wird. Zu dieser ersten Teilzahlung addiert sich noch das Restgeld über 150 000 Euro von Mäzen Peter Evers sowie rund 100 000 Euro TV-Einnahmen – käme all das zusammen, dann dürfte RW Ahlen immerhin bis zum 31. Mai weiterleben.

Am Mittwoch Morgen könnte also bereits eine schwerwiegende Entscheidung fallen. Wenn sich Gosda weigert zu zahlen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Mönig das Zeitfenster sofort und endgültig verrammelt und die sofortige oder sehr zeitnahe Insolvenz einleitet. Damit hätten sich dann auch die Hoffnungen bei der Sponsorensuche und alle Spekulationen auf Rettung zerschlagen.

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