RW Ahlen: Schäfchen zählen ohne Meckern
Auf der Treppe zum Erfolg? Die Frischlinge mit (v. v. l.) Romario Wiesweg, Robin Hoffmann, (2. Reihe v. l.), die A-Jugend mit Leon Benning, Benito Diehe, (3. Reihe v. l.) Veith Walde, Ali Cirak und Duran Turan.

 „Ist doch klar, die haben alle Bock auf den Ball“, freute sich auch der neue Mann auf der Trainerbank, Björn Mehnert, dass seine Schäflein auch beim sehr frühen Trainingsauftakt ohne Meckern brav mitliefen. „Wir wollen den Vorteil nutzen und eher starten als andere“, findet der 43-Jährige, dass dreieinhalb Monate Pause nun wahrlich genug waren. „Wenn die zu lange raus sind, wird es irgendwann kritisch“, bittet Mehnert ab jetzt täglich für drei Wochen „an die Kugel“ (Mehnert). dafür gibt’s auch zweimal eine Woche frei. Man ist ja kein Unmensch.

 Und so ging es Montag Abend am Wersestadion mit jede Menge Elan in den neuen Konkurrenzkampf, der zuerst innerhalb des Teams, dann in der neuen Liga an Schärfe zunehmen wird. „Jeder weiß, dass der aktuelle Kader nicht für die Regionalliga ausreicht“, erwartet der Trainer jetzt ein erfrischendes Rangeln um die Stammplätze, an dem ja bekanntlich Romario Wiesweg und Robin Hoffmann für das Mittelfeld schon tapfer teilnehmen (wir berichteten). Fünf A-Jugendliche und ein paar Testspieler liefen gestern ebenfalls schon Werbung in eigener Sache.

Nicht mehr in der Verlosung sind allerdings Marvin Schurig, Roman Zengin und Torwart Tolunay Isik, die wohl nach Wattenscheid wechseln, Niklas Frede, der in Kinderhaus anheuert und Ismail Budak, für den die IG Bönen eine Stelle hat. Auf die Dienste von Sebastian Stroemer, Francesco Di Pierro, Stefan Kaldewey und Marcel Todte wird RW Ahlen ab jetzt verzichten, Akil Cömcü und Lukas Berger dürfen ausnahmsweise zur Probe ran und versuchen, Björn Mehnert noch zu überzeugen.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und stellen jetzt die Mannschaft aufs Gleis“, hat Manager Joachim Krug nun in vielen Personalgesprächen seine eigenen Schäfchen zu zählen: Man sucht noch einen Torwart, einen linken Verteidiger, einen Sechser sowie einen Außen und – logisch! –einen für die Offensive. Die üblichen Verdächtigen für eine unübliche Saison, die mit erwarteten, über 40 Spielen in der Nach-Corona-Zeit plus Pokal auch einen größeren Kader verlangt. Immerhin: Die Kondition stimmte schon. „Alle haben gute Werte“, lobte Mehnert damit auch seinen Vorgänger Britscho: „Der Christian hat tolle Arbeit gemacht.“ Prima, dann muss Mehnert seine Schäfchen ja nur noch ins Trockene bringen.

SOCIAL BOOKMARKS