RW Ahlen: Trainer fördert Konkurrenz
Nur nicht ansprechen: Nico Hecker muss nicht nur ein 0:4 verdauen, sondern auch den Strafstoß, den er verschuldet haben soll. 

 Die völlige Überforderung der gesamten Mannschaft lässt sich also eher auf individuelle Fehler zurückführen als auf das mangelhafte Eingespieltsein. Gestern war zwar noch trainingsfrei, aber der Übungsleiter deutet schon streng an: „Das wird aber wohl nicht so bleiben.“ Wer nicht hören will, muss eben laufen.

Eben diese Bereitschaft muss anscheinend extra gelehrt werden – sich einmal ein bisschen über den Platz trollen wie gegen Siegen, das reicht eben nicht. „Darüber werde ich mit den Jungs am Dienstag noch einmal reden, zudem mit Thamm im Einzelgespräch“, kündigt der Trainer Beratungsbedarf an, auch mit seinem Kapitän, der der Ahlener Null-Bock-Generation am Sonntag als unglückliches Vorbild voranging. Und weil einfach alles falsch war im Stadion Sonnenblume, mag Berndsen auch keinen Spieler bei seinem Rundumschlag verschonen.

 „Kann gut sein, dass sich bald ganz andere im Kader wiederfinden“, heizt er den Konkurrenzkampf an. Im Pokalspiel morgen in Mengede würde bereits „definitiv eine ganz andere Aufstellung auf den Platz geschickt.“ Und damit meint der Trainer nicht nur den angekündigten Torwartwechsel von Turgay Tapu auf Alexander Hahnemann, der sich nun die nächsten zwei Partien bewähren kann, ehe eine Nummer eins bestimmt wird.

Noch gibt es eine Konstante, auf die Verlass ist. „Die Besten waren noch unsere Fans in Velbert, die haben wenigstens noch 90 Minuten Gas gegeben“, hat Berndsen immerhin einen Grund zur Freude. Man nimmt halt, was man kriegen kann.

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