RW Ahlen: Volldampf auch ohne Kohle
Bild: Wegener
Höhenflug trotz ausstehender Gehaltszahlungen: Kapitän Felix Backszat (l.) und die anderen RW-Spieler zeigen Charakter.
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„Da ist kein Land in Sicht, und Lösungen und Wege werden uns aktuell auch nicht aufgezeigt“, betont Ahlens Kapitän, der wie alle anderen noch auf die Hälfte des Februar-Gehalts wartet. Wann das Geld kommen soll, weiß niemand.

„Die Informationspolitik ist nicht wirklich gut“, ergänzt Trainer Marco Antwerpen. Verständlich, dass Spieler und Trainer ungeduldig sind. „Wir wissen, dass Zahlungsverzug bei einem insolventen Verein vorkommt. Aber es gibt Verträge, die sollte man einhalten“, erklärt Backszat.

Zumindest die Mannschaft erfüllt ihr Soll: RWA erlebt einen sportlichen Höhenflug. „Charakterlich ist das so unfassbar gut von meinem Team“, lobt Antwerpen, der seine Aufwandsentschädigung ebenfalls nur zur Hälfte auf dem Konto hat. „Ich will keine Ausnahme sein. Wir sitzen da alle im selben Boot.“ Ein Dampfer, der ohne Kohle mit voller Kraft läuft.

„Das erlebt man so nicht mehr all zu oft im Fußball“, erzählt Antwerpen, der auch Gastgeber SG Wattenscheid am Donnerstag, 24. März  (19.30 Uhr), ärgern will. „Warum auch nicht“, ist „Anti“ nach zuletzt starken Auftritten gallig auf mehr Erfolg. „Wir wollen natürlich wieder punkten, und ich denke, dass wir das schaffen können“, ist der Fußballlehrer optimistisch.

Er glaubt, „dass wir das mit dem fehlenden Geld gut ausblenden können“. Sein Schlachtplan: „Schnell in die Offensive umschalten, Wattenscheid weit von unserem Tor fernhalten und wieder alles geben.“

Bleibt nur die Frage, wie fit seine Spieler sind. „Die englischen Wochen machen sich langsam bemerkbar“, sagt Capitano Backszat. „Darauf werde ich achten“, erklärt Antwerpen, der neue Impulse setzen will, „damit unsere gute Serie hält“ – trotz all der Umstände, mit denen sich alle herumplagen.

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