RW Ahlen hält sich  mit 4:3 Chancen offen
Zweifacher Torschütze: Matthew Taylor (l.) und Sebastian Hille

Mit einem sensationellen 4:3 (1:3) über den aufstiegswilligen RW Erfurt hat die Elf von Trainer Arie van Lent nach dem 0:2 von Burghausen in Dresden die Abstiegsränge verlassen und mit zwei Punkten Vorsprung gute Chancen, nächsten Samstag in Rostock die Klasse - wenigstens tabellarisch - zu halten.

 Gleichzeitig gab es auch gute Signale aus den Verhandlungen mit einem möglichen Groß-Sponsor. Die Gespräche mit dem türkisch-deutschen Unternehmen aus der Molkerei-Branche am Freitag bezeichnete Mäzen Peter Evers als "aussichtsreich und sehr positiv". In der kommenden Woche führe man "finale" Gespräche. Der Joghurt-Hersteller könnte mit einer niedrigen siebenstelligen Summe einsteigen, ein Handel, der auch für die Regionalliga gelten soll.

Auf dem Platz machte RW Ahlen derweil schon mal gute Werbung für sich. Nach einem 0:2- und 1:3-Rückstand (Tore: Semmer, Reichwein, Taylor für Ahlen und Möckel) schien Ahlen zur Pause bereits am Boden. Torwart Maczkowiak schwächelte, individuelle Fehler sprachen kaum für den Abstiegskandidaten. Zudem fiel später noch Piossek verletzt aus. Aber es waren die Wechsel, die Ahlen wieder heranbrachten. Zuerst Taylor nach einem Wölk-Freistoß (53.), dann der eingewechselte Özkara nur zwei Minuten später zum 3:3. Rostock, das ebenfalls dringend einen Sieg brauchte, war geschockt.

 Vor hunderten eigenen Fans, die bereits zu randalieren begannen, kamen die Gäste nicht wieder richtig ins Spiel und kassierten folgerichtig in der 86. Minute das 4:3 für Ahlen. Torschütze: Manuel Eckel, zehn Minuten vorher eingewechselt, mit seinem ersten Tor für RW Ahlen überhaupt. Wenn das kein Fußball-Traum ist.

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