RW Ahlen kämpft um Regionalliga
Bild: Henning Wegener
Abschiedsworte: Nach 48 Jahren aktivem Vereinsleben verabschiedete sich Bernd Mehring am Donnerstag mit emotionalen Worten und viel Wehmut von seinem Amt als Chef des Aufsichtsrates. Die Mitglieder wussten es zu würdigen und dankten mit viel Applaus.  
Bild: Henning Wegener

 „Ich bin Realist“, sagt der neue Vorsitzende Dirk Neuhaus, nachdem er sein bisschen Startgeld schnell gezählt hat. „Es kann durchaus sein, dass wir mit der ersten Garde in der Landesliga landen. Die Regionalliga ist noch lange nicht sicher.“ Das glaubt wohl auch das scheidende Mitglied des Aufsichtsrates Rainer Kaderka, der seine 100 000 Euro-Zusage für Liga Drei wieder zurückgezogen hat. „Er glaubt nicht, dass wir über Landesliga hinauskommen“, nickt Neuhaus.

Der zweite Vorsitzender Wolfgang Holtz ist ebenfalls vorsichtig. Holtz, vorrangig fürs Sportliche zuständig, hat erst einmal alle Pläne für ein Reserveteam in der Landesliga zurückgestellt. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht mit der Ersten in dieser Klasse landen“, warnt er vor zu viel Optimismus.

 Dennoch herrscht nun nicht nur Heulen und Zähneknirschen an der Kirchner-Straße. Bis zur Lizenzeinreichung für die Regionalliga am 15. Juni ist noch Zeit – so lange werden sie den Klingelbeutel noch herumreichen und hoffen. Mitte Juli treffen sich die Gläubiger, um über die Sanierungsart abzustimmen. Wird es – was wahrscheinlich ist – eine Planinsolvenz, dann gibt es auch wieder Chancen auf einen der türkischen Großsponsoren. „Die warten nur darauf, dass der Verein nach dem Schnitt auf eigenen Füßen stehen kann“, signalisiert Akquise-Profi Marcus Rüther, dass seine Klienten den Neuanfang begrüßen. Am 6. Juni will er das RWA-Integrations-Konzept erneut auf einer Tagung präsentieren.

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