RW Ahlen macht keine Gefangenen
Noch unbesiegt ist RW Ahlen: In Gievenbeck werden es René Lindner (v.) und Sinan Özkara aber schwer haben.

Aber beim Test am Sonntag beim starken FC Gievenbeck (14.30 Uhr) sind es erneut nicht genug, um sinnvoll Taktiken zu üben. „Die Jungs sind emotional gut dabei, und haben auch im Passspiel Fortschritte gemacht“, erkennt Trainer Michael Schrank trotzdem und lässt sich nicht beirren. Auch ohne Nieddu, Grodowski, Martinovic und Temur, die allesamt verletzt sind oder verhindert, wird tapfer beim Westfalenliga-Ersten gespielt, zumal sich Ota trotz Knieproblemen zusammenreißt und Abdallah wieder dabei ist.

Fällt vielleicht auch nicht so schwer, da die Chancen steigen, bis zum Anmeldeschluss am Mittwoch doch noch einige Zugänge präsentieren zu können. Beim algerischen Offensiven Mouhob Nait Merabet, den der Trainer „gerne haben will“, kommt es darauf an, ob der Fußball-Globetrotter noch alle Unterlagen (Algerien-Miami-Paris) zusammenbekommt. „Fiffty-fiffty“, schätzt Schrank die Chancen ein.

Offen sind noch die Verpflichtungen für einen Torwart und einen Stürmer. Einen Keeper hat man schon im Blick, rangelt sich aber noch um die Ablöse, ein „vielseitig einsetzbaren“ Offensivmann soll, so Manager Joachim Krug, „vorerst bei der Quantität, dann aber mittelfristig auch qualitativ“ einschlagen. Dazu sollen sogar noch neue Spieler kommen, die auch bei der zweiten Mannschaft im Neuaufbau helfen können.

„Spieler, die da unter Vertrag sind, aber uns jetzt schon verlassen, können bitten und betteln, aber sie werden keine Freigabe erhalten“, macht Krug noch einmal Druck. Vorstand und Aufsichtsrat RW Ahlens seien sich einig, so der sportliche Leiter weiter, die Reserve auf jeden Fall am Leben zu erhalten. Es werden also keine Gefangenen gemacht.

Eine Haltung, die Michael Schrank nur recht ist. Der könnte nämlich auch für Gievenbeck kneifen. Tut es aber nicht. „Mich hat der Virus auch erwischt. Die Spieler haben mich angesteckt“, näselt der Trainer etwas schwach auf der Brust, geht aber ohne Murren voran: „Da muss schon viel zusammenkommen, dass ich deshalb zuhause bleibe.“

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