RW Ahlen rutscht weg und verliert
„Komm zu mir!“ Aygün Yildirim behauptet das Spielgerät.

Es regnete ununterbrochen beim Regionalliga-Duell zwischen den SF Lotte und RW Ahlen. Das Geläuf war so tief, dass Abwehrchef Julian Wolff knurrte: „So macht Fußball keinen Spaß.“ Erst recht nicht, wenn man auch noch verliert. 1:3 unterlag Ahlen beim Spitzenreiter.

 „Völlig verdient. Das muss man anerkennen“, gestand Ahlens Wolff, der beim Gang in die Kabine mit den Schuhen im tiefen Rasen versank. „Das war wie Schlittschuh laufen auf Stollen“, haderte auch Geschäftsführer Gerald Stoffers über die sehr schlechten Bedingungen auf dem Lotter Acker. Dass die Rotweißen aber als Verlierer den Platz verließen, lag nicht nur an den miserablen Verhältnissen, sondern vor allem an Ahlens kurzen Konzentrationsschwächen, die die Hausherren so gnadenlos bestraften, dass es selbst beim Hinsehen weh tat.

Beim 0:1 durch Lottes Jeron Al-Hazaimeh (30.) köpfte RW-Abwehrmann Timo Achenbach das Leder in den Lauf des Knipsers. Und beim 1:2 in der 52. Minute tanzte Tim Wendel drei Ahlener aus und schob zur erneuten Führung ein. „Das war der Knackpunkt“, ärgerte sich RW-Übungsleiter Antwerpen maßlos. Denn nur wenige Augenblicke vor dem 2:1 erzielten seine Mannen nach einem Backszat-Freistoß den Ausgleich: Julian Wolff spitzelte das Leder nach der wunderbar geschnibbelten Flanke ins Tor.

„Das müssen wir beim zweiten Gegentor besser verteidigen“, sagte Co-Trainer Uwe Peters. Das 3:1 in der 59. Minute durch Al-Hazaimeh war ein Nackenschlag zu viel für die Gäste, die auf dem seifigen Geläuf viel „Kick and Rush“ spielten – nur ohne Rush. „Lotte war in den Zweikämpfen einfach schneller und bissiger. Das haben wir uns anders vorgestellt“, erzählte Rouven Meschede.

Da konnte „Anti“ nur zustimmen. „Lotte war rustikaler“. Bis auf den Gegentreffer und einen Bechtold-Schuss (83.) hatte Lottes Schlussmann Benedikt Fernandes einen beschäftigungslosen Nachmittag. Zu wenig aus Ahlener Sicht, um die Schlammschlacht bei strömendem Regen und eisigem Wind für sich zu entscheiden.

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