RW Ahlen spielt Hase und Igel in Herne
Vollgas geben: Roman Zengin und RW Ahlen setzen in Herne auf Schnelligkeit und Konsequenz im Zweikampf.

Am Schloss Strünkede diesmal mag aber wenigstens einer nicht mehr mitspielen. Die Beleidigungen vom Kollegen Knappmann gegen ihn in den letzten beiden Duellen wird Britscho ab jetzt nämlich ignorieren: „Wenn meine Mannschaft ihn ruhig stellt, ist das Antwort genug, dann haben wir alles richtig gemacht“, hört Ahlens Übungsleiter am Sonntag gar nicht hin, wenn nebenan genölt und geschmäht werden sollte.

 „Mich bringt so schnell nichts aus dem Sattel“, darf die Konzentration auf das Wesentliche auch der bullige Gegenüber nicht stören – hier rein, da raus.

 Schnell rein, schnell raus – so darf es auch bei der Westfalia laufen. Ahlen hat sich nämlich darauf eingestellt, dass die Gastgeber mit ihrem rigorosen Individualspiel samt konsequentem Zweikampf anrennen werden. „Die spielen zehnmal Eins gegen Eins“, analysiert Britscho vor allem das Defensivverhalten des Gegners.

Dagegen hilft nur eine flexible mannschaftstaktische Ausrichtung: schnell sein, aufmerksam sein, kick and rush: Hase und Igel mit Ball. Wenn der Herner einsteigt, sollte der Ball schon – zack! – eine Station weiter sein.

 „Da hat man gewöhnlich keine Zeit, mit Muße aufzubauen“, weiß Britscho und stellt nicht nur die Ohren auf Durchzug, sondern sich auf auf ein ungemütliches Duell ein. „Herne ist grundsolide unterwegs, es kann böse Überraschungen in beide Richtungen geben“, nimmt er den Liga-Elften sehr ernst, der, der immerhin zehn Punkte aus den letzten fünf Partien geholt hat.

Dagegen bringt RW Ahlen fast den denselben Kader mit, der ein ähnliches Kampfspiel auch gegen Schermbeck gewonnen hat, nur Nieddu (Leistenprobleme) muss mit Budak ersetzt werden. Mal sehen, ob das dann ausreicht, dass es Christian Knappmann dieses Mal glatt die Sprache verschlägt.

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