RW Ahlens Absturz in der Rußheide
Machtlos: Trainer Peter Feldkötter hatte an der Seitenlinie wenig zu lachen.

 Immerhin war der Absturz deshalb nicht ganz so hoch. Aber schmerzhaft eben doch. „Da tun mir die Jungs auch leid“, hat der Interimstrainer nach diesem sonntäglichen 0:6 gegen Arminias Reserve auch ganz deutlich erkannt, dass „manchmal eben die Qualität den Ausschlag“ gibt. „Wenn der Gegner ins Rollen kommt, haben wir zu wenig Mittel dagegen.“

Da war der sportliche Leiter Joachim Krug wohl froh, den Abschuss aus sicherer Distanz auf der Tribüne zu erleben. Die Hilflosigkeit an der Seitenlinie kennt er selbst gut genug. Denn nach dem frühen 1:0 (12.), einem umstrittenen Handelfmeter (Dahlhoff wurde angeschossen), verloren die Gäste bereits die spielerische Ordnung, die Disziplin weichte auf, und als Marzullo auch noch innerhalb von neun Minuten zweimal versenkte (31./ 40.) konnte niemand mehr den Sinkflug der Rotweißen abfangen.

 Feldkötter bastelte noch etwas an der Taktik, löste die zwei Sechser vor der Abwehr auf, die bislang sowieso nicht ihre Positionen gehalten hatten, und baute auf ein etwas offensiveres 4:4:2 um. Netter Versuch, mehr nicht. „Unter Druck machen die dann natürlich viel falsch“, hatte der Übungsleiter Fehlpässe, Stellungsfehler, Ballverluste und taktische Defizite ertragen müssen. „Und dann kommen die Blackouts dazu“, kommentiert er das 4:0 und 5:0, als Schneck und Marzallo unbehindert in Ahlens Strafraum zutreten dürfen. Das 6:0 per Distanzschuss von Isitan war da nur eine Zugabe.

Ein Crash, den Feldkötter äußerlich unbeschadet überstanden hatte. „Darf man nicht an sich herankommen lassen, sonst wird’s tragisch“, sagt er und spricht Krug damit aus dem Herzen.

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