RW Ahlens Matchball völlig verhagelt
Trainer Marco Antwerpen (l.) und RW Ahlen fehlte in der Schlussphase die Kraft, um ein 1:0 oder 1:1 halten zu können.

 „Wir investieren total viel und müssen uns jetzt wieder aufraffen“, war Max Dahlhoff, wieder einer der stärksten Ahlener, nach der 1:2-Niederlage im Stadion Rote Erde Dienstag Abend ebenso frustriert wie durchgefroren. Bis ins letzte Drittel lieferte sich Rotweiß gegen die selbstbewussten Schwarzgelben einen offenen Schlagabtausch, der trotz Personalproblemen und müden Beinen hoffen ließ.

Für Wolff war Bechthold in die Innenverteidigung gerückt, statt Darwiche, der sich gerade im Krankenhaus durchchecken lässt, beackerte Yildirim die Flanke, und Marzullo war wieder in die Spitze gerückt. Eine gute Wahl, so schien es, denn der zurückgekehrte Stürmer schoss Ahlen nach Backszat-Vorlage sogar in Front (62.), der vorzeitige Klassenerhalt war zum Greifen nahe. Wenn nicht ... Ja, wenn nicht auch noch der Gegner dabei gewesen wäre. Der BVB hatte nämlich augenscheinlich mehr zuzusetzen. Nach einem sehenswerten, aber kraftraube

nden Duell auf Augenhöhe in der ersten Hälfte mit Chancen auf beiden Seiten, neigte sich die Waage in den letzten 20 Minuten immer gefährlicher zu den Gastgebern. „Stark dagegengehalten“, japste Aygün Yildirim. „Aber am Ende nicht konzentriert genug. Schade, mit einem Unentschieden hätten wir gut leben können.“

 Aber nicht so Dortmund: In der 72. Minute verliert Backszat den Ball, und über zwei Stationen taucht Harder im Strafraum auf und verwandelt gegen Stauder (72.) zum 1:1. Da wäre er immer noch gewesen, der eine Regionalliga-Zähler, Yildirim scheitert gar noch knapp mit einem abgefälschten Schuss, aber Dortmund lässt sich nicht beeindrucken. Erst fünf Minuten vor dem Ende fällt Ahlen dann endgültig, ebenso wie Harder, der von Weiler im Elfer gelegt wird, und Eberwein lässt sich das Strafstoß-Tor zum 2:1 nicht nehmen.

 „Die meisten von uns haben noch bis zum Nachmittag gearbeitet. Unter diesen Umständen war das noch eine bärenstarke Leistung“, tröstete sich Nils Hönicke, und trauerte dann doch noch: „Ein Punkt, und wir wären durch gewesen.“

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