RW Mastholte vergibt den ersten Matchball
Schlüsselszene: Zunächst wehrt RWM-Torwart Kevin Kaupmann einen Elfmeter zur Ecke ab. Beim folgenden Eckball lässt er den Ball aus den Händen gleiten und Gäste-Angreifer Uhlenbrock markiert die zwischenzeitliche Führung für die Gäste.

 „Wir haben völlig verdient verloren. Herbern war einfach giftiger und galliger“, räumte RWM-Trainer Dirk Sellemerten nach der bitteren Pleite fair ein. Während die Gäste beherzt um ihre letzte Chance im Abstiegskampf kämpften, wirkten die Mastholter von Beginn an gehemmt.

Bis auf ein Solo von Nils Köhler (5.), der dabei allerdings zurückgepfiffen wurde, brachten die Rotweißen lange gar nichts zustande. Nach einer knappen halben Stunde produzierte die zerfahrene Partie dann ihren ersten Aufreger. RWM-Verteidiger Vasile Militaru drückte Herberns Simon Uhlenbrock beim Kopfballversuch herunter, und der Unparteiische entschied auf Strafstoß.

Den schwach geschossenen Elfmeter von Eckhard Geisthövel klärte Mastholtes Torwart Kevin Kaupmann ins Toraus (29.). Dass er beim anschließenden Eckball dann den Ball aus den Händen gleiten ließ und Uhlenbrock damit im zweiten Versuch zum 0:1 einlud (29.), bescherte Mastholte den ersten Tiefschlag. „Das war eine von vielen Situationen, die heute symptomatisch für unser Spiel waren“, haderte Trainer Dirk Sellemerten mit dem Gegentreffer.

Nach dem einzig strukturierten Angriff traf Nils Köhler zum glücklichen Ausgleich für die Gastgeber (36.), die mit dem 1:1 zur Pause gut bedient waren.

Auch in Durchgang zwei taten sich die Mastholter weiterhin schwer damit, der hektischen Partie ihren Stempel aufzudrücken. Fünf starke Minuten reichten nicht aus, um den SV Herbern in die Knie zu zwingen, weil Tobias Edler am Verteidigerbein von Björn Christ (71.), dem Außennetz (75.) und dem Pfosten (75.) scheiterte.

Damit nicht genug, mussten die Mastholter in der Schlussphase schließlich noch eine ganz bittere Pille schlucken. Eckhard Geisthövel kam auf der rechten Seite gegen den zögernden Marvin Salzmann frei zum Schuss und bugsierte das Leder aus 18 Metern mit dem linken Fuß unhaltbar zum 2:1 für Herbern in den Winkel (85.).

Der erhoffte Klassenerhalt gerät damit zur Zitterpartie. Mastholtes Vorsprung ist vor dem letzten Spieltag auf einen Zähler geschrumpft. Die Konkurrenz aus Vreden, Haltern und Herben ist wieder voll im Rennen.

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