RW St. Vit hofft auf Landesfördermittel
Bild: Rollié
Hinter dem Zaun an der Südseite des Kunstrasenplatzes an der Kleestraße in St. Vit soll das neue RW-Sportheim mit einer Grundfläche von 44 mal neun Metern entstehen.
Bild: Rollié

In deren Verlauf wird die Verteilungsempfehlung im Fokus stehen, die der künftigen Vergabe von Landesfördermitteln der Initiative „Moderne Sportstätte 2022“ vorgeschaltet ist. Seit Ende 2014 hat RW St. Vit zwar einen schmucken Kunstrasenplatz einige 100 Meter entfernt von der altehrwürdigen Alm, aber an der Südseite des neuen Areals klafft noch eine große Lücke.

Finanzierung noch nicht vollends geklärt 

Dort soll ein neues Sportheim mit allen notwendigen Räumlichkeiten wie Kabinen, Sanitäranlagen und einem Clubraum entstehen. Die Pläne des Unternehmens Splietker Architektur für das 44 Meter breite und neun Meter tiefe Gebäude sind bereits genehmigt. Allerdings ist die Frage der Finanzierung der Kosten im deutlich sechsstelligen Bereich noch nicht vollends geklärt. Vor diesem Hintergrund hofft der Verein von der Kleestraße auf Landesfördermittel aus dem Sportstätten-2022-Topf.

„Im Doppelpass mit den Vereinen“, so Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), schüttet NRW zur Verbessrung der Infrastruktur von Sportanlagen in den nächsten drei Jahren 266,8 Millionen Euro aus, von denen laut Siede rund 650 000 Euro auf Rheda-Wiedenbrück entfallen. Die Stadtsportbünde stellen im engen Dialog mit den örtlichen Sportorganisationen ein sogenanntes „priorisierendes Gesamtkonzept zur Verwendung des Förderbudgets im Gemeindegebiet“ auf. Daraus resultiert die Förderempfehlung, die die Verteilung der Zuschüsse auf die verschiedenen Vereine zum Inhalt hat.

Unterstützung im Benehmen mit der Stadt

In einem weiteren Schritt folgt eine Absprache mit den zuständigen Gremien der Kommune, um die Förderempfehlung mit der Sportstättenentwicklungsplanung der Stadt in Einklang zu bringen. Abschließend gehen die endgültige Fassung der Empfehlung mitsamt der Anträge der Vereine an die Staatskanzlei in Düsseldorf.

Was kompliziert klingt, hat beispielsweise im Fall von RW St. Vit einen ganz profanen Hintergrund. Ohne öffentliche Fördermittel ist ein Club wie der aus dem Rheda-Wiedenbrücker Ortsteil kaum in der Lage, umfangreiche Investitionen zu tätigen. Die Kosten für die Erstellung der Kunstrasenfläche in Höhe von 600 000 Euro hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück gestemmt. Anders verhält es sich mit dem Sportheimbau und den Infrastrukturmaßnahmen rund um die Spielfläche.

Einige Gäste reisen „fertig umgezogen“ an

„Für den Wall, die Begrünung, die Rasen-Kleinspielfläche hinter dem Kunstrasen, die im Sommer fertiggestellt sein wird, den gepflasterten Parkplatz und das Regenrückhaltebecken sind wir zuständig“, informierte der RW-Vorsitzende Gerd Siede. Einige der Maßnahmen wie der Pflasterung der Stellflächen an der Ostseite sind gesetzlichen Anforderungen des Kreises geschuldet. 

Warum RW St. Vit ein neues Sportheim benötigt, ist für Siede offenkundig. Derzeit kleiden sich die Aktiven in den sehr engen, einige hundert Meter entfernten und nicht mehr zeitgemäßen Kabinen an der Alm um, duschen dort auch nach Training und Spiel. „Manche Gastmannschaften kommen schon fertig umgezogen zu uns“, erklärte der Vorsitzende. Ebenso problematisch sei die Tatsache, dass auch die Jüngsten den Weg entlang der Kleestraße zwischen Kabinen und Kunstrasenplatz nutzen müssen.

SOCIAL BOOKMARKS