RW will Recht und Wiederholungsspiel
Es hat ihn umgehauen: Torwart Bernd Schipmann holte sich in Wuppertal eine Gehirnerschütterung, seine Mannschaft holte nichts.

Deshalb hat der Verein nun Einspruch eingelegt, nachdem man schon im April in der ersten Instanz vor dem Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes in Duisburg abgewiesen worden war.

Torwart Bernd Schipmann hatte im ersten Saisonspiel nach einem Zusammenprall rund 20 Sekunden benommen auf dem Rasen gelegen, und Wuppertal hatte das zum 1:0 durch Ametov ausgenutzt. Dass die Partie nicht von Schiedsrichter Luca Marx, (Brühl) unterbrochen worden war, sei, so das Gericht, eine Tatsachenentscheidung gewesen und deshalb unanfechtbar. RW Ahlen hingegen argumentiert mit einem Regelverstoß und wird es jetzt ein zweites Mal in der nächsten Instanz versuchen.

 „Natürlich hätte der Unparteiische unterbrechen müssen“, sagt Gero Stroemer dasselbe wie der damalige Trainer Björn Mehnert (siehe Zitat), der jetzt selbst Wuppertaler Trainer ist. Stroemer stellt indes fest: „Er hat Schipmann aber nicht für besonders verletzt gehalten.“ Und so unterband Luca Marx, obwohl er von seinem Linienrichter noch auf die prekäre Lage hingewiesen worden war, das Spiel nicht.

Stroemer macht sich nichts vor. „Wir sind uns alle einig, dass wir auch beim nächsten Mal keine hohen Chancen haben. Aber wir wollen auch mal aufzeigen, dass ein Sportgericht sich nicht immer nur hinter seinen Schiedsrichtern verstecken kann.“ RW Ahlens Schlussmann Bernd Schipmann kam damals am 5. September 2020 anschließend mit einer Gehirnerschütterung kurzzeitig zur Beobachtung ins Krankenhaus und musste für die letzten 20 Minuten durch Veith Walde ersetzt werden.

So was wird wohl kaum in die nächste Urteilsfindung einfließen. Aber wer weiß? Im Abstiegskampf zählt jeder Strohhalm.

Zitat

„Der Linienrichter und der Schiedsrichter müssen das einfach unterbinden. Es geht auch nicht darum, ob es ein Foulspiel war oder nicht. Aber wenn der Torwart nicht mehr mitspielen kann, dann erwarte ich vom Schiedsrichter, dass er unterbricht. So steht es ebenfalls im Regelbuch – wir haben ja auch mal Regelkunde gelehrt bekommen.“

 Björn Mehnert, damals noch RWA-Trainer

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