Ralf Ruppert läuft im „Club der 100“
Langer Atem: Ralf Ruppert trägt stolz die Jacke, die ihn als Mitglied der legendären „100er“ ausweist.

 Hier findet nur Einlass, wer die klassische Marathonstrecke mindestens einhundert Mal hinter sich gebracht hat. Dieses schier unglaubliche Ziel erreichte kürzlich der Marathon- und Ultraläufer Ralf Ruppert von der LG Oelde/Wadersloh, der damit seine Aufnahme in die sogenannte „Hall of Fame“ der Marathonspezialisten feierte. Der Start bei den Deutschen Meisterschaften im 24-Stunden-Lauf in Stadtoldendorf bescherten ihm seinen 100. Marathonlauf. Er reichte seine Leistungsnachweise beim „100er Club“ zur Prüfung ein. Nach erfolgter Sichtung flatterte ihm nun die Aufnahmebestätigung ins Haus.

Wenn man jetzt aber glaubt, er hätte damit all seine sportlichen Ziele erreicht, irrt man gewaltig. Bereits nächstes Jahr hat der Ultraläufer einen weiteren Superlativ ins Auge gefasst. Ende Mai geht es auf den bis dato längsten Non-Stop-Ultralauf Deutschlands. In maximal 90 Stunden sind 320 Laufkilometer einschließlich unglaublicher 11 700 Höhenmeter von Bonn nach Wiesbaden zu bewältigen „Das wird ein tolles, aber schweres Unterfangen“ so Ruppert ehrfürchtig. Es läuft jedoch auch für einen so erfolgreichen Läufer nicht immer alles nach Plan, und so hat auch Ruppert noch einige sportliche Baustellen die er in den nächsten Jahren abarbeiten möchte.

Zunächst wurmt ihn nach wie vor sein Ausstieg beim Ultratrail du Mont Blanc im Jahr 2009. Diese Scharte möchte er gern auswetzen und plant einen weiteren Start über die 163 Kilometer Distanz im Mont Blanc Massiv. Weiterhin steht für ihn noch eine Verbesserung seiner Marathon-Bestzeit von 3:02 Stunden aus dem Jahr 2005 ganz oben auf dem Wunschzettel.

„Als Ultrasportler ist man Geduld und langen Atem gewöhnt; eins nach dem anderen“, bilanziert er augenzwinkernd. Anzumerken bleibt, dass seine aktuelle Statistik mittlerweile 116 Marathonläufe ausweist. Die Geschichte geht also weiter …

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