Regionalliga-Verzicht des SC Wiedenbrück
Bild: Dünhölter
Aus begründeten Spekulationen ist Gewissheit geworden. Fußball-Oberligist SC Wiedenbrück hat dem „Millionenbetrieb Regionalliga“ frühzeitig eine Absage erteilt. Unser Bild zeigt (v. l.) SCW-Hauptgeldgeber Burckhard Kramer, Trainer Daniel Brinkmann und Kramers Vorstandskollegen Alexander Brentrup.
Bild: Dünhölter

Grund für den freiwilligen Verzicht ist die Furcht vor negativen wirtschaftlichen Folgen im Falle eines Aufstiegs, die mangelnde Resonanz von Zuschauerseite sowie die ausbleibende Unterstützung aus der „Bürgerschaft und Wirtschaft“.

Hauptsponsor Burckhard Kramer, seit 16 Jahren maßgeblicher Gönner des SCW und seit 13 Jahren Vorstandsmitglied, halte es mit 76 Jahren für angemessen, sich über die Ausrichtung des Vereins und die zukünftige Gestaltung von leistungsorientiertem Fußball in Wiedenbrück Gedanken zu machen und über den Tag hinaus zu planen, heißt es in der Pressemitteilung. Warnende Beispiele aus der Regionalliga zeigten, wohin es führen könne, wenn man trotz fehlender Absicherung das Wagnis eingehe.

Die Suche nach geeigneten Gönnern und potenziellen Nachfolgern für die Vorstandspositionen sei trotz intensiver Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Burckhard Kramer selbst hat die Oberliga-Mannschaft und deren Trainerstab gestern von der Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Trotz alledem soll das Team aus dem Wiedenbrücker Jahnstadion um den Titel mitspielen. Zum einen, um im Sinne der sportlichen Fairness keine Wettbewerbsverzerrung zu verursachen, zum anderen, um als möglicher Meister die Chance auf den Sprung in die erste DFB-Pokalrunde zu wahren.

Seine vertraglichen Pflichten gegenüber Spielern wird der SC Wiedenbrück bis zum Saisonende vollumfänglich erfüllen. Zudem werde ein „angemessener Etat“ für die Oberliga zur Verfügung gestellt. Ziel sei es, auch für die nachfolgenden Spielzeiten eine wirtschaftliche Basis für den Verbleib in der höchsten westfälischen Spielklasse zu legen.

Bernhard Hartmann, Geschäftsführer des SC Wiedenbrück wollte sich am Montag nicht zu dem Vorgang äußern und verwies auf die Zuständigkeit des Vorstandes. Dessen Mitglieder Burckhard Kramer, Alexander und Christian Brentrup sowie Bernd Lübbert waren allesamt telefonisch für unsere Zeitung nicht zu erreichen.

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