Rhythmus geben auf der Russheide
Klare Verhältnisse: RW Ahlens Verteidiger Sinan Özkara (l.) klärt gegen Wiedenbrücks Torjäger und ehemaligen Ahlener Aygün Yildirim.  Bild: Wegener

Und noch einen Ausfall kann die sensible Spieler-Seele sicher kaum noch ertragen. Dabei kippelt die Partie tatsächlich, da sie als „Sicherheitsspiel“ nicht auf Kunstrasen ausgetragen werden darf, und der Russheider Rasen bei der aktuellen Nässe ebenso empfindlich ist wie die Ahlener Psyche.

„Dass drei Monate nur Testen nicht guttun, hat man in Dortmund ja gesehen“, denkt Trainer Michael Schrank etwa an die Fehlpässe und Abstimmungsprobleme bei der letzten 0:3-Niederlage. „Zwei von den drei Toren haben wir selbst aufgelegt.“

Kommt davon, wenn man schon gar nicht mehr weiß, wie „Ernstfall“ geschrieben wird. „Ich hoffe sehr, dass wir spielen, wir müssen endlich in den Rhythmus kommen“, weiß Schrank bald nicht mehr, wie er sonst seine Jungs bei Laune halten soll. Aber so lange die Stadt Bielefeld die Schotten nicht dicht macht, so lang ist Hoffnung.

Auch darauf, dass beim Liga-15. bei vier Punkten Vorsprung einiges besser wird als zuletzt. „Das Wichtigste ist ja: Wie reagieren die Spieler, wenn sie einen Fehler gemacht haben?“, sagt Schrank und hat gesehen: „Gerade mal zwei, drei setzen bei uns nach, wenn der Ball verloren gegangen ist.“

Zu wenig, wenn man mit Mannschaften wie ASC Dortmund mithalten will. Auch mit Blick auf die kommenden Vertragsgespräche könnten da in Bielefeld mehr Spieler etwas mehr Engagement zeigen. „Da musste ich schon in der Halbzeit meine erste Ahlener Brandrede halten“, erinnert sich der Trainer eher ungern. Und will auch deshalb ins feuchtkalte Ostwestfalen reisen: Mal sehen, wer nachsetzt. Und wer nicht.

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