Rödinghausens A I in Oelde überragend
Bild: Wegener
Klar überlegen: Westfalenligist SV Rödinghausen war in Oelde das Maß der Dinge und sicherte sich hochverdient den Diekemper-Cup im renommierten A-Junioren-Turnier.
Bild: Wegener

Rödinghausen präsentierte sich schon in der Vorrunde als ernsthafter Titelanwärter, zeigte der Beckumer SV beim 6:0 die Grenzen auf, schlug Hamm beim ersten Aufeinandertreffen mit 5:1, Gievenbeck mit 2:1 und unterlag im letzten Gruppenspiel etwas überraschend der SG Wattenscheid 09 mit 1:2.

Überragender Akteur der Turniersieger war Abwehrmann Tobias Guthardt, der sich auch die Krone als bester Torschütze sicherte. Wenn der Zwei-Meter-Hüne sich in das Angriffsspiel einschaltete, wurde es stets gefährlich. Auch defensiv war er ein wichtiger Stabilisator: seine Mannschaft kassierte im gesamten Turnier nur sieben Gegentreffer.

Auf dem Weg ins Endspiel schaltete Rödinghausen RW Ahlen im Halbfinale mit 3:1 aus. „Wir haben das heute aus unserer Sicht gut gelöst, aber Rödinghausens individuelle Qualität war enorm und höher als unsere“, lobte RW-Trainer Marcel Stöppel sowohl seine Jungs als auch den Turniersieger. Dennoch nahmen seine Spieler die übrigen Pokale mit nach Hause, denn Koray Kocaman wurde von den Trainern zum besten Spieler gewählt, während Christos Tarambuskas zum besten Torhüter gekürt wurde.

RWA zog hinter dem SC Wiedenbrück als Zweiter ins Halbfinale ein, hatte das direkte Duell um den Gruppensieg allerdings mit 2:5 verloren. Wiedenbrück selbst unterlag in der Vorschlussrunde der Hammer SpVgg nach Neunmeterschießen mit 6:7 (2:2).

Gastgeber Oelde schlug sich besonders im Eröffnungsspiel gegen Fichte Bielefeld äußerst gut und verlor durch einen Treffer kurz vor Schluss mit 1:2. Dabei wurde der Ausrichter klassisch ausgekontert, nachdem er nach einem aussichtsreichen Freistoß den Siegtreffer erzwingen wollte. Oelde beendete die Gruppenphase mit 2:20 Toren.

Die Enttäuschung in dieser Gruppe war Titelverteidiger Verl, der seine spielerische Klasse außer gegen Oelde nicht in Siege ummünzen konnte. Ähnliches galt für die Beckumer SV in Gruppe B, die besonders gegen den 1. FC Gievenbeck zu viele Chancen liegenließ. „Da hatten wir sieben oder acht Hochkaräter. Wir hätten öfter treffen müssen“, sagte Trainer Hakan Katirci nach 3:17 Toren und ohne Punkt nach der Gruppenphase.

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