Roland bestrafte brotlose HSV-Kunst
Bild: Rollié
Das Abwehrbollwerk des SC Roland stand: Yakup Köse, Mike Pihl, Suri Ucar, der später des Feldes verwiesene Jo Laumann und Michel Eising (v. l. in den weißen Trikots) hatten mit den biederen Gästen aus Hamm gestern relativ wenig Mühe.  
Bild: Rollié

HSV-Trainer Goran Barjaktarevic war die Pleite schon auf den Magen geschlagen. Er schmierte seinen Spielern nach dem Derby aufs Butterbrot, dass sie aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit verdient verloren hatten.

„Direkt nach der Pause waren wir 29 Sekunden gar nicht auf dem Platz, und das reichte für das 1:0“, beschrieb Barjaktarevic das erste Tor durch Rolands Innenverteidiger Erdal Kaleoglu nach einer Krämer-Ecke in der 46. Minute. Als der agile, zur zweiten Hälfte eingewechselte Joachim Mrowiec kurz darauf (53.) nach Zuckerpass von Suri Ucar das 2:0 besorgte, schmeckte das Spiel endlich auch SCR-Trainer Ismail Atalan. „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen“, sagte der Coach und freute sich ebenso wie die Fans der Gastgeber über eine deutliche Steigerung nach dem Wechsel.

Dennoch gab es einen bitteren Beigeschmack, weil Rolands Angreifer Jo Laumann in der 74. Minute nach einem Foul an Ferhat Cerci die rote Karte sah. Eine harte Entscheidung, darin waren sich Atalan und die in unmittelbarer Nähe postierten Augenzeugen Marco Antwerpen und Joachim Krug einig.

Danach sahen der frühere Ahlener Coach und der RW-Manager eine Hammer SV, die sich zwar mehr bemühte als zuvor, aber weiterhin nur brotlose Kunst darbot. Emre Demir machte das im ersten Abschnitt nur müde dahin köchelnde Spiel, das im zweiten Abschnitt wesentlich feuriger wurde, aber doch noch einmal ganz heiß. Mit seinem Anschlusstor in der 88. Minute nach einem Pressschlag läutete er eine interessante Schlussphase ein.

Roland hatte zuvor durch Jo Laumann (67.) und Mrowiec (69., 73.) riesen Möglichkeiten zum 3:0 oder 4:0 ausgelassen und musste nun noch einige Minuten zittern. Die hausbackenen Hammer blieben sich jedoch treu und produzierten auch in Überzahl keine echte Torgefahr mehr, so dass Roland hochverdient gewann.

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