Roland präferiert „Modell“ Atalan
Bild: Rollié
Abschied auf Raten: Kapitän Michael Krahn wird Roland ab Ende Februar nur noch in sehr eingeschränktem Umfang zur Verfügung stehen.
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Zugleich bemüht sich der Sportliche Leiter Manfred Westerbeck, die Korsettstangen des Kaders an der Vorhelmer Straße zu halten.

„Unser großer Vorteil ist, dass wir Spielern Ausbildungsstellen oder Arbeitsplätze vermitteln können“, erklärt Westerbeck, der derzeit beispielsweise in Verhandlungen mit zwei Talenten im Alter um die 20 Jahre mit diesem Pfund wuchert.

Vorrangig sind aktuell jedoch die sehr weit fortgeschrittenen Gespräche mit einem Trainerkandidaten, der im Sommer die Nachfolge des scheidenden Carsten Droll antreten könnte. Es handelt sich um einen jungen Mann, den der frühere Roländer und jetzige Lotter Trainer Ismail Atalan und dessen Assistent Jo Laumann wärmstens empfehlen. Auch bei Westerbeck und weiteren SC-Vorstandsmitgliedern hat der Kandidat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Den Namen wollen die Roten freilich erst preisgeben, sobald das Ganze in trockenen Tüchern ist.

Parallel laufen die Gespräche mit den Spielern der derzeitigen Oberliga-Mannschaft und möglichen Anwärtern für die SC-Oberliga-Elf der neuen Saison. „Manchmal telefoniere ich bis abends um 22 Uhr“, plaudert Manfred Westerbeck aus dem Nähkästchen und beschreibt damit seinen üblichen „Arbeitsalltag“. Vieles sei noch offen, zumal man noch nicht exakt absehen könne, ob sich der ein oder andere Akteur nach Ende der Spielzeit einem neuen Club anschließen wolle.

Beschlossene Sache ist hingegen der Verbleib von Michael Oscislawski, Timo Achenbach, Sebastian Stroemer, Lars Schröder, Konstantinos Papadopoulos und Leitwolf Bernhard Venker. Alle genannten Spieler besitzen beim SC Roland noch Verträge bis Sommer 2018. Aufgrund dieser Tatsache existiert bereits eine solide Basis, auf der sich aufbauen lässt.

Vorgesehen ist zudem eine Kaderreduzierung. Gehörten in der Vergangenheit 24 und zuletzt noch 22 Spieler zum Oberliga-Team, sollen es künftig nur noch 20 sein. Ein Mannschaftsumfang, mit dem man nach Ansicht von Manfred Westerbeck den Anforderungen an einen Oberligisten gerecht werden könne.

Auf einen bei den Fans sehr beliebten Spieler werden sie beim SC Roland in Zukunft nur noch im Ausnahmefall zurückgreifen können. Kapitän Michael Krahn beginnt eine Ausbildung bei der Polizei und wird daher ab Ende dieses Monates nur noch sporadisch auf den Spielberichtsbögen des SCR auftauchen.

Seit fast sieben Jahren läuft Krahn für den SC Roland auf und war mit seinem laufintensiven, gegnernahen Spiel stets ein Vorbild in Sachen Einsatz und Engagement. Nun wird der 27 Jahre alte defensive Mittelfeld-Akteur aus Uentrop nicht mehr so regelmäßig wie bisher trainieren können und sich vordringlich seiner Ausbildung im Polizeidienst widmen.

„Michael wird uns nur noch an einigen wenigen Wochenenden zur Verfügung stehen können. Außerdem ist natürlich klar, dass andere Spieler, die immer beim Training sind, größere Chancen auf Einsätze haben“, erklärte Rolands Sportlicher Leiter Manfred Westerbeck beim Gedanken an den baldigen Standby-Spieler Michael Krahn.

Dessen Rolle als Kapitän wird vermutlich Bernhard Venker übernehmen, der mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art für diese Aufgabe prädestiniert ist.

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