Roland schöpft Potenzial nicht aus
Bild: Rollié
Das war eindeutig zu wenig: Nick Grieswelle und Eric Rottstegge (v. l. in den weißen Trikots) hatten mit Roland anfangs klare Vorteile, ohne daraus Kapital zu schlagen.
Bild: Rollié

Ärgerlich, denn auch die Niederlage zuvor in Vreden war vermeidbar. Beides ist in der Gesamtabrechnung bis zu diesem Zeitpunkt kein Beinbruch, aber Roland könnte die Tabellenspitze zieren, wenn das Team seine individuellen Möglichkeiten ausschöpfen würde.

SC stolpert über taktische Defizite

Passte in Vreden die Einstellung Rolands nicht, war jüngst daheim gegen das Schlusslicht Fichte die taktische Undiszipliniertheit verantwortlich für die überraschende Punkteteilung. Auf allen Positionen besser besetzt, gab die Elf von Trainer Robert Menke die Partie aufgrund der fehlenden Abstimmung zwischen den Spielern und den Mannschaftsteilen aus der Hand.

Zunehmend wurde die Staffelung der durchaus bemühten Akteure schlechter. Die notwendige Balance zwischen Offensive und Defensive war gerade im zweiten Abschnitt unzureichend, sodass die Bielefelder mit einfachsten Mitteln meistens über die rechte SC-Abwehrseite mit dem üblicherweise sehr zuverlässigen Verteidiger Christian Will Löcher in die Deckung rissen. Häufig reichte den Fichten schon ein langer Diagonalball oder eine Tempoverschärfung, um hinter die Kette zu kommen.

Zu wenige Impulse der Mittelfeldreihe

Memos Sözer versuchte das Roländer Spiel in der Zentrale zu lenken und bewies mit dem wuchtigen Schuss zum 1:1 seine Durchsetzungskraft. Dessen Nebenleute in der Mittelfeldreihe aber wirkten blass, setzten kaum Akzente und waren viel zu oft mit Defensivarbeit beschäftigt, weil die Bälle in der Vorwärtsbewegung zu schnell verlorengingen.

Dazu gesellte sich eine Abschlussschwäche, die den Gästen in die Karten spielte. Hätte Roland in der ersten halben Stunde seine Möglichkeiten konsequent genutzt, wäre der VfB wohl früh eingebrochen. Stattdessen stand es plötzlich 0:1. Der SCR drehte das Duell in der Folge zwar, aber danach verlor die Mannschaft den Zugriff und hielt die Positionen nicht mehr im nötigen Maße. Deshalb reagierte die Heimmannschaft bis zum Abpfiff oft nur noch und überließ dem Kontrahenten die Initiative.

Fichte ergreift Chance beim Schopf

Die Ostwestfalen erkannten ihre Gelegenheit, hebelten die Hintermannschaft der Hausherren nochmals über die linke Seite aus und erzielten den Treffer zum letztlich leistungsgerechten 2:2-Endstand.

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