Roland stolpert ins Kreispokalfinale
Bild: Rollié
Die Entscheidung: Eugen Keilbach umkurvt ASG-Torhüter Dominic Willner und schließt zum 1:2 ab. Jeffrey Söhndel (r.) ist machtlos.
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 „Das ist ärgerlich, wir haben so viele Chancen vergeben“, haderte ASG-Trainer Dirk Reichstädter mit der Abschlussschwäche seiner Elf, die nach dem verdienten Führungstreffer von Domingo Arocha Saavedra (70.) die Überraschung greifbar nahe hatte und durch späte Gegentore von Daniel Korting (79.) und Eugen Keilbach (83.) doch noch k. o. ging.

Gästetrainer Carlos Castilla stimmte mit Reichstädter überein, dass der Erfolg des Favoriten nicht das Spiegeschehen widerspiegelte. „Wenn Arocha Saavedra sein zweites Tor macht, ist das Ding für Ahlen gelaufen“, gab der Verantwortliche des SC zu. Damit sprach Castilla jene Szene in der 66. Minute, als der spanische Angreifer in Diensten Ahlens die Kugel völlig frei über den Kasten drosch.

Ganz abgesehen von dieser Chance besaß die kämpferisch überzeugende Mannschaft von Dirk Reichstädter weitere gute Möglichkeiten durch Bünyamin Tas (3., 30., 58.), Arocha Saavedra (4.) und Paul Thomsen (34.). Die ASG machte die technische Überlegenheit des Landesliga-Titelanwärters durch große Laufbereitschaft wett. Außerdem gefielen die spanischen Neuzugänge David Rey Pena, Raul Saavedra Diaz und Arocha Saavedra mit ihrer Dynamik und Spielintelligenz. Roland wirkte auf der Gegenseite behäbig. „Wir haben zu wenig gemacht“, sagte Castilla.

Die Gäste waren ohne Castilla, Torhüter Fatih Kalintas, Giovanni Taverna, Sefa Sahin und Daniel da Costa angetreten. Auch dies trug sicherlich dazu bei, dass der SC Roland kein Feuerwerk entfachen konnte. Zweifellos spielte aber auch die Tatsache eine Rolle, dass der Landesligist dem Pokal keine Priorität eingeräumt hatte. Der Titelkampf ist das dominierende Thema. Auch für die ASG hat der Abstiegskampf in der Liga eindeutig Vorrang: „Hoetmar am Sonntag ist wichtiger“, erklärte Reichstädter. „Auf der Leistung von heute können wir aufbauen.“

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