Rollenverteilung sorgt für Rätselraten
Kinnhaken: Während der gemeinsamen Pressekonferenz vor dem Derby am Samstag täuscht Verls Trainer Andreas Golombek (r.) an, was er mit Dominik Jansen und dem SC Wiedenbrück vorhat.

Da musste der Scherzkeks schon fast selber lachen. „Es ist schön für uns, dass wir der Außenseiter sind“, sagte Verls Trainer Andreas Golombek während der Pressekonferenz am Donnerstag. Doch war es wirklich nur ein Witz? So eindeutig, wie man es mit Blick auf die Tabelle vermuten könnte, ist die Rollenverteilung vor diesem Derby in der Fußball-Regionalliga am Samstag (14 Uhr) zwischen dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl jedenfalls nicht.

Eine mutige Prophezeiung

Auf der einen Seite die Hausherren: Seit fünf Spieltagen ungeschlagen, zuletzt ein ganz starker Auftritt beim 2:2 bei Fast-Meister Fortuna Köln. Kein Zweifel, seitdem Interimstrainer Dominik Jansen das Sagen hat, geht es beim SCW aufwärts. „Dominik wird der einzige Trainer in der Geschichte des Vereins sein, der ungeschlagen abtritt“, wagte Vorstandsmitglied Alexander Brentrup angesichts dieser Bilanz eine mutige Prophezeiung.

„Richtig Lust hat man eigentlich nicht“

Auf der anderen Seite die Gäste von der Poststraße: Zwar spielt Verl insgesamt eine starke Saison, zuletzt jedoch hakte es beim SC. Dazu kam am Mittwoch das traurige 1:2 trotz guter Leistung und noch besserer Chancen im Westfalenpokal in Siegen. „Richtig Lust auf Fußball hat man eigentlich nicht, wenn man so ein Spiel verliert“, gestand Trainer Andreas Golombek am Donnerstag. Er sagte aber auch Sätze wie „Ein Derby ist immer etwas Besonderes“ oder „Ich fahre nirgendwohin und schenke etwas ab“ – es sind Sätze, die für den SCW Warnung genug sein sollten.

Weitere Hintergründe und Stimmen sowie ein Pro & Contra zum Derby zwischen dem SC Wiedenbrück und dem SC Verl lesen Sie am Samstag in der „Glocke“.

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