Rot-weiße Klopse munden nur Bielefeld
Bild: Wegener
Nils Hönicke (r.) zog mit RW Ahlen gegen Petrick Piontek & Co. den Kürzeren.
Bild: Wegener

„Wir standen defensiv einfach nicht gut“, erkannte RW Ahlens Übungsleiter Marco Antwerpen, der eine sehr wacklige Vorstellung seiner Elf sah. Die leistete sich zu viele Klöpse.

Bis die Gäste aus Bielefeld einen dieser Böcke bestraften, dauerte es aber bis zur 22. Minute, als erst Torwart Karali nicht richtig klären konnte mit den Fäusten und Kapitän Nico Niemeier zaghaft zum Kopfballduell gegen Bielefelds Carsten Rump ging. Der Armine schob mühelos zum Ausgleich ein.

„Wir haben es dem Gegner so erlaubt, die Tore zu machen“, sagte Antwerpen, der nur kopfschüttelnd zuguckte. „Die Jungs gehen aber auch auf dem Zahnfleisch und sind am Ende ihrer Kräfte“, hatte der Coach Mitleid mit seinen Schützlingen, die den Seitenwechsel völlig verschliefen. Nur eine Minute nach dem Pausentee pennte die komplette Hintermannschaft der Rot-Weißen. Bielefelds Goalgetter Bashkim Renneke bedankte sich mit dem 2:1 für die Gäste.

 „Die Spieler haben dann rausgehauen, was noch ging“, attestierte Antwerpen seinen tapfer kämpfenden Ahlenern den nötigen Willen. RW drückte sogar aufs Tempo. Erst scheiterte Niemeier per Kopf gegen den auf der Linie klärenden Redjepi, dann verpasste Wilms Dell’Unto das Tor aus vier Metern per Kopf. Auch der für Venker eingewechselte Khmiri traf freistehend vor Arminias Schlussmann nicht.

Daher kam es, wie es sich zunehmend andeutete: Stürmende Ahlener standen hinten offen und kassierten nach einem Julius-Richter-Schnitzer das 1:3 durch Andre Kording (84.). Hinzu kamen die Platzverweise gegen Nils Hönicke und Wilms Dell’Unto, die beide die Ampelkarte sahen.

„Dabei sind wir gut gestartet“, sagte Antwerpen, der nach nur neun Minuten das 1:0 von Richter bejubelte. „Aber im Moment ist es halt schwierig bei uns.“ Letztlich ging die erste Pleite nach sieben siegreichen Heimspielen auch in Ordnung.

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