Rotweiße Schmetterlinge im Bauch
Sonntag rummst es! Aber richtig! RW Ahlen startet gegen den Nachbarn aus Hamm in die Oberliga. Hier proben Peter Rios-Pfannenschmidt (l.) und Phillip Grodowski schon mal den Ernstfall. Ob beide in der Stammelf sind, ist aber noch nicht raus.

 „Ich genieße derzeit noch Ruhe und Weitblick“, kann den Übungsleiter weder der Start in die Oberliga am Sonntag, noch der starke Gast von der SpVgg Hamm sonderlich aufregen. Obwohl: „Das kommt schon noch.“

 So ein bisschen Lampenfieber kann nun wahrlich nicht schaden, wenn jetzt endlich die ersten Karten aufgedeckt werden. Kribbeln hält wach. Aber wenn RW Ahlen alles ist, ganz bestimmt ist es nicht schläfrig. Denn, so Schrank: „Alle freuen sich, aber keiner weiß, wo er steht“, führt er einen unschlagbaren Muntermacher auf.

Erstmals mit seiner selbst zusammengestellten Truppe, sofort gegen einen Favoriten, und das alles vor den eigenen Fans – besser geht es kaum.

 Dass Schrank den Gast auch noch im Vorteil sieht, kommt erschwerend hinzu. Hamm habe den Stamm seiner Spieler behalten und spiele seit zwei Jahren um den Aufstieg mit. „Solche Erfahrungen fehlen uns noch“, schätzt der Trainer ein, ohne sich allerdings klein zu machen. „Wir haben auch die Qualität, so ein Spiel zu gewinnen“, weiß er. Nur zeigen muss man es noch auf den Punkt genau.

Hier wird es kompliziert, denn der Übungsleiter bastelt noch bis Sonntag an seiner ersten Elf. Nur wenige Plätze sind bislang garantiert. Gut, Oberwahrenbrock etwa spielt im Tor, da Schipmann noch zu wenig Spielpraxis hat und gerade erst ins Training eingestiegen ist. Klar, der neue Kapitän Kara muss voran gehen. Dann Fiore, auch Nieddu – ab da wird es schon eng. Weder der frühere Leitwolf Yilmaz noch etwa der hochgelobte Offensiv-Routinier Mützel sind von vornherein gesetzt.

„Ich hab’ da 15, 16 Spieler, die für die erste Elf in Frage kommen“, grübelt Schrank noch, die beste Formation gegen Hamm zu finden. Dass der Gegner stark ist bei Standards, auch den „wohl schnellsten Außen der Oberliga“ (Schrank), nämlich Leon Tia, hat – all das ist bekannt.

Aber welche Ahlener Combo ist die beste, um nicht gleich am ersten Spieltag auf die Nase zu fallen? Oder gar im Triumph auf den Schultern der Fans aus dem Stadion getragen zu werden? Grund genug, dass auch ein ruhiger, weitblickender Michael Schrank so langsam ein Flattern in der Magengrube spürt.

 Schmetterlinge. Im besten Fall ...

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