SC Roland unter besonderer Beobachtung
Bild: Wegener
Zurück zur guten Laune: Pascal Röber (links) und Semih Daglar wollen etwas für die Atmosphäre und das Torverhältnis tun.
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Reichlich Redebedarf gab es beim SC Roland nach dem 0:1 beim SC Herford am vergangenen Spieltag der Westfalenliga. „Und das war kein Dialog“, stellt Trainer Robert Mainka klar, wer vor dem Training am Dienstag den Ton angab. Ob die Botschaft angekommen ist, zeigt sich am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen den TuS Tengern – seines Zeichens Schlusslicht.

„Mir fehlt die Gier“

Mainka hatte bereits direkt nach der unnötigen Pleite in Herford deutliche Worte gewählt und vor allem die fehlende Konsequenz im Abschluss kritisiert. Am Donnerstag legte er noch einmal nach, bezog dabei aber den gesamten Verbund mit ein: „Vorne lassen wir zu viele Dinger liegen, aber auch die Defensivarbeit im Kollektiv ist nicht gut. Mir fehlt die Gier, das Tor mit aller Macht zu verteidigen. Das hat nichts mit Taktik, sondern mit der Haltung zu tun“, wiederholt Rolands Trainer Auszüge aus seiner Kabinenpredigt.

Saisonziele in Gefahr?

Mainka drückt sich auch deshalb so unmissverständlich aus, weil der Auftritt in Herford kein neues Phänomen war und er über kurz oder lang das Erreichen der ambitionierten Ziele gefährdet sieht. „Das zieht sich ja wie ein roter Faden durch die Saison“, so Mainka. Das soll aber ab sofort der Vergangenheit angehören. „Es gibt keine Schonzeit, ich erwarte direkt eine klare Steigerung“, betont Mainka. Tengern als noch immer siegloser Tabellenletzter wirkt in dieser brisanten Situation auf den ersten Blick wie ein willkommener Gegner.

Mainka muss basteln

Bei näherem Hinsehen relativiert sich das Ganze jedoch: „Die haben fast immer nur knapp verloren“, bescheinigt Mainka dem Widersacher absolute Konkurrenzfähigkeit. Belegt wird die These durch das jüngste 2:2 des TuS gegen Rödinghausen II. In Bezug auf seine Startformation wird Robert Mainka wieder ein wenig basteln müssen. Bei Andre Schneider haben sich die Befürchtungen bestätigt, er hat sich in Herford Innen- sowie Außenband am Fuß gerissen und wird in diesem Jahr eher nicht mehr gegen den Ball treten. Dazu werden wohl auch Nils Röbling, Julian Sammerl und Timo Achenbach am Sonntag ausfallen.

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