SC Verl: Es reicht nicht für ganz oben
Bild: Dünhölter
Am Lotter Autobahnkreuz jubelt nur einer: Während sich der Ex-Verler Kevin Freiberger (Mitte) über Lottes siebten Heimsieg der Saison freut, lassen (v. l.) Robert Mainka, Yannick Geisler, Friedrich Bömer Schulte, Daniel Mikic und Hamadi Al Ghaddioui nach der dritten Niederlage in Folge am Samstagnachmittag enttäuscht die Köpfe hängen.
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Der ambitionierte, aber erneut torlose Sportclub muss sich durch die 0:2 (0:0)-Niederlage im Mittelfeld der Regionalliga einreihen. Bittere Erkenntnis für Trainer Andreas Golombek: „Es reicht nicht für ganz oben.“

Wenn die beiden bis dato besten Defensivmannschaften der vierten Liga aufeinandertreffen, kann sich durchaus ein ansehnliches Offensivspektakel entwickeln. So wie am Samstag vor 685 Zuschauern im Stadion am Lotter Autobahnkreuz.

Die Hausherren legten den von ihnen gewohnten druckvollen Start hin. Der Ex-Verler Kevin Freiberger (11.), Andre Dej (17.), Alexander Hettich (17.) und Bernd Rosinger (23.) ließen entweder die Zielgenauigkeit vermessen, oder scheiterten am gut aufgelegten Verler Schlussmann Sebastian Lange, der auch schon mal in Manuel-Neuer-Manier weit vor seinem Sechzehner klärte.

„Trotzdem hätte es zur Pause 3:3 stehen können“, ärgerte sich Golombek über die vergebenen Einschussmöglichkeiten seines Teams durch Hamadi Al Ghaddioui (8.), Kevin Kalinowski (20.) und vor allem Nico Hecker (32.). „Den muss er einfach machen“, verzweifelte der SCV-Trainer beinahe, als der Rechtsaußen frei vor Lottes Torhüter Benedikt Fernandez auftauchte und vergab.

Eine Halbzeit, die Appetit auf mehr machte. „Aber nach dem Seitenwechsel haben wir den Faden verloren und Lotte das Spiel gemacht“, musste Golombek anerkennen, dass die Hausherren dem Geschehen nun ihren Stempel aufdrückten. Wenngleich das 1:0 fast aus dem Nichts nach einer harmlosen Ecke fiel. „Da hat sich Rosinger selber gewundert, dass er noch einmal an den Ball kam“, hatte sich die Golombek-Elf vom elften Gegentreffer der Saison noch nicht erholt, als es erneut rappelte: Andre Dej zirkelte einen 20-m-Freistoß perfekt zum 2:0 in den Winkel (59.).

Lotte ließ den Ball effektiv durchs Mittelfeld laufen, während Verls Sturmspitzen Hamadi Al Ghaddioui und Aliosman Aydin - nach Auflösung der Dreierkette - kaum mit verwertbaren Bällen gefüttert wurden. Erst sechs Minuten vor dem Schlusspfiff setzte sich der Sportclub noch einmal in Szene. Doch Jonas Erwig-Drüppel scheiterte an Fernandez und Verls dritte Niederlage in Folge war besiegelt.

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