SC Verl bietet Zweitligist Paderborn Paroli
Bild: Dünhölter
Der Ausgleich: Patrick Kurzen (Mitte) erzielte gestern Abend das 1:1 für den SC Verl im Testspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn vor 538 Zuschauern in der Sportclub Arena.
Bild: Dünhölter

Erneut setzte Verls Trainer vor 538 Zuschauern in der Sportclub Arena auf eine Dreierkette in der Abwehr. „Meine Vorgabe lautete, die Fehler aus den vergangenen Spielen abzustellen, also die Abstände nicht zu groß werden zu lassen“, sah Capretti, dass sein Team bis auf wenige Umschaltsituationen gut verteidigte.

Trotzdem gingen die von Steffen Baumgart trainierten Gäste in Führung, als Marlon Ritter nach Zuspiel von Nicolae Carnat das Leder flach zum 1:0 versenkte (22.). Doch nur elf Minuten später profitierte Patrick Kurzen davon, dass Paderborns Schlussmann Leopold Zingerle einen Schuss von Daniel Mikic nur abprallen lassen konnte. Aus kurzer Distanz hämmerte Kurzen den Ball zum 1:1 ins Netz (33.).

Der zweite Durchgang stand zunächst im Zeichen von Wechselspielen, Baumgart tauschte sein Team zur Pause komplett aus, bei Verl erfolgte der Umbruch nach etwas mehr als einer Stunde. Lediglich Torwart Robin Brüseke und Kapitän Julian Schmidt spielten bei den Hausherren durch.

Erst in der Schlussphase nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Die beste Chance zum Verler Siegtreffer hatte Anton Heinz auf dem Fuß. Ratajczak konnte einen Hammel-Schuss nur abprallen lassen, doch Heinz schoss aus fünf Metern am Tor vorbei. So blieb es beim nicht unverdienten Remis.

„Das war ein sehr laufintensives Spiel“, fasste Schmidt die Partie zusammen, „wir haben viel gegen den Ball gearbeitet und gut verteidigt.“

Raimund Bertels, Vorsitzender des Sportclubs, lobte nach dem Schlusspfiff das Team: „Wir haben einen ausgeglichenen Kader, die Jungs sind gut drauf. Sie ziehen alle unglaublich mit. Das ist wirklich eine Mannschaft.“

Ein paar Schwächen hatte Guerino Capretti allerdings entdeckt, so missfiel ihm manch schlampiges Abspiel. Die Analyse der Partie erfolgt im Trainingslager, zu dem der schwarz-weiße Tross noch gestern Abend aufbrach. Im niedersächsischen Schneverdingen stehen bis einschließlich Sonntag neben Teambuilding vor allem Mannschaftstaktiken auf dem Stundenplan.

SOCIAL BOOKMARKS