SC Verl kehrt zurück in die Erfolgsspur
Drei Punkte sicherte Aliosman Aydin (l.) dem SC Verl durch seinen Kopfballtreffer zum 2:1-Endstand gegen die U23 des FC Schalke 04.

Nach anfänglichem Nervenflattern fand der Sportclub gegen die „kleinen Knappen“ ins Spiel, musste aber nach gut einer halben Stunde den ersten Rückschlag wegstecken. Torjäger Hamadi Al Ghaddioui schied nach einem Zusammenprall mit Tanju Öztürk mit Verdacht auf Jochbeinbruch aus. Für Al Ghaddioui kam Aliosman Aydin ins Spiel. Der zweite Rückschlag folgte nach etwas mehr als einer Stunde. Schiedsrichter Fabian Maibaum zeigte für ein Foul von Julian Stöckner an Felix Platte auf den Punkt. Der auf Schalke ausgemusterte Profi Sidney Sam vollstreckte zum 0:1 (64.). Doppelt bitter: Eigentlich hätte Sam zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Nur zwei Minuten nach einem mit Gelb geahndeten Foul beließ es Maibaum nach Sams neuerlicher harter Attacke, diesmal gegen Matthias Haeder, aber bei einer Ermahnung, statt Sam die fällige Ampelkarte zu zeigen.

Der eingewechselte Aydin scheiterte in der 70. Minute beim Torschuss, legte dafür drei Minuten später prima für Fabian Großeschallau auf, der den verdienten Ausgleich erzielte. Selbst die Ampelkarte für Daniel Mikic (79.) bremste den Verler Tatendrang nicht, zumal Sam sich fünf Minuten später ebenfalls Gelb-Rot abholte. Zudem hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Golombek diesmal das zuletzt oft vermisste Glück. Eine hohe Flanke von Marco Kaminski wurde am zweiten Pfosten von einer Winböe erfasst und landete deshalb nicht in den Armen von Schalkes Keeper Alexander Nübel, sondern auf dem Kopf von Aliosman Aydin, der zum 2:1-Siegtreffer einnickte (88.). Aydin lakonisch: „Ich stand da, wo ein Stürmer stehen muss“.

Drei Punkte waren eigentlich Pflicht für den SC Wiedenbrück im Gastspiel beim Ligaschlusslicht FC Wegberg-Beeck. Doch die Emsstädter enttäuschten, brachten lediglich drei halbherzige Torchancen zustande. Die Hausherren selber tauchten überhaupt nicht gefährlich vor dem SCW-Tor aus. Die letzte halbe Stunde spielte Wiedenbrück in Unterzahl, da Paterson Chato in der 58. Minute nach einem Foul die Gelb-Rote Karte sah. SCW-Trainer Ali Beckstedde räumte ein, dass seine Mannschaft zu wenig unternommen habe, um für einen Sieg infrage zu kommen.

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