SC Verl macht es Arminia zu einfach
Bild: Dünhölter
Zwei Großchancen vergeben hat Verls Neuzugang Daniel Hammel (l.), hier im Zweikampf gegen Brian Behrendt, am Freitag beim 0:5 gegen Bielefeld.
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Wenn diese klare Niederlage gegen Arminia Bielefeld einen positiven Aspekt hatte, dann diesen: „Besser jetzt als in einer Woche“, sagte Trainer Guerino Capretti nach dem dann doch etwas zu happigen 0:5 (0:3) seines SC Verl im Test gegen den Zweitligisten. Unmittelbar nach Abpfiff in der Sportclub Arena hoffte Capretti bereits auf einen pädagogischen Effekt im Hinblick auf das Auftakt-Derby am kommenden Freitag in Wiedenbrück: „Daraus müssen wir lernen.“

„Solche Chancen muss man machen“

Es gibt für Verl tatsächlich einiges zu optimieren vor dem Start der Regionalliga in sieben Tagen. Vor allem zwei Schwächen wurden gegen die gute, aber keineswegs überragende Arminia offenbar: Im Angriff fehlt noch die Durchschlagskraft, defensiv ist das Capretti-Team zu anfällig. Als Beleg für die offensiven Probleme diente die Anfangsphase, in der der Sportclub gut aufspielte und zu zwei guten Chancen kam. In der vierten Minute eroberte Stefan Langemann den Ball gegen Julian Börner. Sturmkollege Daniel Hammel war daraufhin frei durch, scheiterte aber an Bielefelds Torhüter Stefan Ortega. In der 19. Minute steckte Matthias Haeder sehenswert durch zu Hammel, der wiederum alleine auf Ortega zulief. Doch beim Versuch, den Torwart zu umkurven, blieb der Neuzugang hängen. „Solche 100-prozentige Chancen muss man machen“, legte Trainer Capretti den Finger in die Wunde.

Zwei vermeidbare Gegentore

Zwischen diesen beiden Szenen wurde dem Sportclub demonstriert, wie schmerzhaft ein solch fahrlässiger Umgang mit Möglichkeiten dieser Kategorie sein kann: In der zwölften Minute traf Fabian Klos, nach einer Schütz-Flanke alleingelassen, per Kopf zur Führung für Arminia. Bis zur Pause legte Bielefeld zweimal nach. In der 38. Minute senkte sich der Schuss von Florian Hartherz über den verdutzten Verler Torwart Robin Brüseke hinweg ins lange Eck. Unmittelbar vor der Halbzeit: Flanke von Hartherz, Voglsammer köpfte Klos an, der lenkte den Ball zum 0:3 ins Netz. Erneut ein Gegentreffer, den Capretti als vermeidbar einstufen dürfte.

Massimo und Brandy erhöhen auf 5:0

Im zweiten Durchgang wechselte Arminias Trainer Jeff Saibene komplett durch, das half Verl aber auch nicht mehr. In der 51. Minute köpfte Talent Roberto Massimo unbedrängt ein, neun Minuten später bestrafte Sören Brandy eine missglückte Rückgabe von Sergej Schmik mit dem 0:5. Spätestens jetzt war klar: Der Sportclub hat noch viel zu tun.

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