SC Verl muss gegen Preußen Münster liefern
Foto: Dünhölter
Es war einmal: Vor elf Jahren standen sich der SC Verl, hier mit Friedrich Bömer Schulte (M.) gegen Julian Loose (l.), und der SC Preußen Münster im Finale des Westfalenpokals gegenüber. Mit 1:4 unterlag der Sportclub deutlich.
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 Ausgerechnet bei der Generalprobe für diese Partie schwächelte die Mannschaft von Guerino Capretti in einer entscheidenden Disziplin – dem Tore schießen. In der Ligapartie gegen Waldhof Mannheim versemmelte Verl reihenweise beste Einschussmöglichkeiten. 

„Gegen Münster müssen wir mit der gleichen Leidenschaft und dem Mut antreten wie gegen Mannheim, dann bin ich sehr optimistisch, dass ein Tor für uns fällt“, weiß Capretti, dass der Erfolgsdruck heute einzig und allein auf seiner Mannschaft lastet. Denn der Gegner ist bereits für den DFB-Pokal qualifiziert. 

Als bester westfälischer Regionalligist, der im Ligaendspurt nicht mehr vom SV Rödinghausen in dieser Wertung abzufangen ist, hat Münster den zweiten FLVW-Startplatz im DFB-Wettbewerb bereits gebucht. Entspannt zurücklehnen dürfte sich die Elf von Sascha Hildmann heute kaum. 

Vor elf Jahren begegneten sich der Sportclub und die Preußen im Finale des Westfalenpokals. Bei der 1:4-Pleite stand Verls heutiger Trainer als Innenverteidiger auf dem Platz. „An das Spiel habe ich schon gar nicht mehr gedacht“, blickt Guerino Capretti lieber voraus als zurück. 

„Uns bietet sich die große Chance, in das Finale und den DFB-Pokal einzuziehen“, erwartet Verls Trainer einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft. Der Gegner werde die Partie trotz der geschafften Qualifikation nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Münster wird uns nichts schenken“. Zumal der Klassenunterschied überhaupt keine Rolle spielen werde. 

Nach 18 Liga-Partien ohne Niederlage hat es den Regionalligisten aus der Westfalenmetropole am Wochenende bei der 1:2-Niederlage gegen Kellerkind Wegberg-Beeck erwischt. „Das Spiel ist aufgearbeitet. Wir können in Verl mit Selbstvertrauen auftreten und werden das auch tun“, verspricht Preußen-Trainer Hildmann, der den Sportclub als „sehr gute Drittliga-Mannschaft mit einer wirklich guten Offensive“ einschätzt. 

Und die muss im Halbfinale liefern, anders als beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim. Mit Justin Eilers steht den Gastgebern für die heutige Partie wieder ein erfahrener Mittelstürmer mehr zur Verfügung. Somit steigen die Verler Chancen auf die nötigen Treffer zum Einzug ins Pokalfinale.

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