SC Verl steigt in 3. Fußball-Liga auf
Bild: Dünhölter

Glückwunsch: Fußball-Regionalligist SC Verl hat den Aufstieg in die 3. Liga perfekt gemacht. Nach dem 2:2 im Hinspiel bei Lok Leipzig reichte der Mannschaft von Trainer Guerino Capretti dafür am Dienstag 1:1 in der Bielefelder Schüco-Arena.

Bild: Dünhölter

Gerne hätten sich Capretti und sein Team noch im Stadion von Verler Fans feiern lassen, doch die Partie in der Bielefelder Schüco-Arena musste als Geisterspiel stattfinden.

Die Freude am fast schon historischen Ereignis für den SCV schmälerte dies hingegen nicht, während die Lok-Spieler wie ein Häufchen Elend die schwarz-weiße Euphorie verfolgten.

Dabei musste sich Leipzig überhaupt nichts vorwerfen lassen, lieferte Verl vielmehr einen bis zum Schlusspfiff nach 104 Minuten – Schiedsrichter Arne Aarnik fiel verletzt aus und wurde nach siebenminütiger Unterbrechung von Franz Bokop vertreten – jederzeit spannenden, nervenaufreibenden Kampf.

Und hatte das Glück auf seiner Seite, als fast mit dem Pausenpfiff Verls Kapitän Julian Stöckner einen Ball von Maik Salewski über den verdutzten Keeper Robin Brüseke hinweg zum 0:1 per Kopf ins Netz verlängerte.

„Die Spieler fingen plötzlich an, sich negative Sachen an den Kopf zu hauen. Da musste ich zwischen gehen“, fand Verls Trainer in der Kabine die richtigen Worte, denn nach Wiederanpfiff spielte seine Mannschaft den besseren Fußball.

„In jeder Halbzeit der beiden Spiele haben wir zurückgelegen. Es spricht für die Mentalität der Mannschaft, dass wir trotzdem als Aufsteiger vom Platz gehen“, strahlte Verls Trainer nach dem Triumph, den ausgerechnet ein Spieler ermöglichte, der gestern sein letztes Spiel für den Sportclub bestritt: Ron Schallenberg verwertete in der 73. Minute eine Hereingabe von Patrick Schikowski zum umjubelten 1:1-Ausgleichstreffer, der letztlich Verls Einzug in die 3. Liga perfekt machte.

„Das war das krasseste Spiel meines Lebens“, strahlte Ron Schallenberg, der nach zweijähriger Ausleihe zum SC Paderborn zurückkehrt und sich dort auf die 2. Bundesliga freut: „Der Aufstieg mit dem SC Verl ist ein tolles Abschiedsgeschenk.“ Oder, wie es Verls Vorsitzender Raimund Bertels formulierte: „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.“

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