SC Verl stutzt Red Bull Salzburg die Flügel
Bild: Dünhölter
Fußball-Ballett: SC Verls Anton Safonov (M.) und Salzburgs Sadio Mane gehen mit vollem Einsatz zum Ball.
Bild: Dünhölter

Der vom ehemaligen Verler Spieler Roger Schmidt trainierte österreichische Vizemeister Salzburg verlagerte das Geschehen im ersten Durchgang weitgehend in die Verler Hälfte. Die Schwarz-Weißen durften sich bei ihrem Torwart Sebastian Lange bedanken, dass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

In zwei Szenen demonstrierte der Neuzugang sein Talent. Erst klärte er mit der Hand gegen den Brasilianer Alan, als er den Ball im letzten Moment noch aus dem Netz fischte (17.), dann brachte Lange erneut Alan mit einer tollen Fußparade zur Verzweiflung (29.). Auch im zweiten Durchgang ließ Lange nicht nach, glänzte gegen Meilinger (51.) und Nielsen (58.).

Die Hausherren, bei denen die beiden Innenverteidiger Rino Capretti und Mario Bertram sowie der Doppel-Sechser mit Fritz Bömer-Schulte und Sascha Brinker immer wieder den tödlichen Salzburger Pass in die Schnittstelle vereitelten, hielten sich ihrerseits an die Marschroute von Trainer Andreas Golombek und spielten kontrolliert nach vorne.

Nur knapp setzte Marko Kaminksi einen strammen Schuss aus der zweiten Reihe neben den Pfosten (6.). Dann musste RB-Keeper Peter Gulasci sein Können aufbieten, um den Verler Führungstreffer durch Simon Engelmann zu vereiteln (12.). Nach einer halben Stunde scheiterte auch Fritz Bömer-Schulte an Gulasci.

Die zahlreichen Wechsel zur Pause verhalfen Salzburg allerdings nicht zu mehr Ideen im Spiel nach vorne. Red Bull schaffte es trotz Einbahnstraßenfußballs nicht, den Viertligisten über die Flügel auseinanderzunehmen. Daher atmete Roger Schmidt tief durch, als Verls Brian Ketscher nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung nach einer Schmidt-Flanke am langen Pfosten das Leder aus kurzer Distanz übers Salzburger Gehäuse drosch und so die Demütigung der Roten Bullen aus Salzburg verpasste.

 „Alles ist gut“, lautete das Fazit von RB-Trainer Roger Schmidt. Sein Kollege Andreas Golombek ärgerte sich sogar ein wenig, dass es mit dem Verler Siegtreffer nicht klappen wollte. „Wir müssen trotzdem noch viel tun“, richtete Golombek den Blick nach vorne. „Torlos gegen Salzburg ist so schlecht nicht“, schmunzelte Verls Stürmer Robert Mainka.

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