SC Verl sucht den Anschluss ans Mittelfeld
Bild: Dünhölter
Glück gehabt: Mit Oberschenkelproblemen musste Hervenogi Unzola (l.), hier im Duell mit Daniel Latkowski, das Derby beim SC Wiedenbrück vorzeitig beenden, doch gegen den Bonner SC steht der Defensivexperte dem SC Verl  wieder zur Verfügung.
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„Wenn wir uns vom Tabellenende absetzen wollen, dann muss gegen Bonn ein Sieg her“, macht Verls Vorsitzender Raimund Bertels die Marschrichtung klar. Verl und Bonn rangieren punktgleich auf den Tabellenplätzen zwölf und elf. „Bei uns sind die Voraussetzungen gut“, sagt  Bertels mit Blick auf den Kader. So hat sich die Oberschenkel-Blessur von Verteidiger Hervenogi Unzola aus dem Kreisderby beim SC Wiedenbrück lediglich als Muskelverhärtung herausgestellt.

Zudem wartet Flügelflitzer Nico Hecker nach seiner Schulteroperation sehnsüchtig auf die Rückkehr in den Kader. „Er trainiert seit zwei Wochen wieder voll mit, vielleicht sitzt er ja gegen Bonn auf der Bank und kann in der Schlussphase für einige Minuten seine Schnelligkeit in die Waagschale werfen“, hofft Bertels. Auch Manuel Rasp steht Trainer Andreas Golombek wieder zur Verfügung, während Daniel Mikic (Muskelfaserriss) und Matthias Haeder (Fuß) weiter zuschauen müssen.

Trotz der Regenfälle der vergangenen Tage hat die Platzkommission den Rasen der Sportclub-Arena gestern Vormittag für bespielbar erklärt. „Die Stadt hat den Rasen gewalzt. Dennoch dürfte nach einer halben Stunde kaum noch ein kontrollierter flacher Ball durch die Schnittstelle möglich sein“, rechnet Bertels nicht mit Schönspielerei: „Gegen Bonn sind die fußballerischen Grundtugenden gefragt.“

Der Derby-Kater ist verflogen, dafür begibt sich Fußball-Regionalligist SC Wiedenbrück mit dem Auftritt bei Alemannia Aachen in eine klassische Karnevalshochburg. Ob es auch für die Blau-Schwarzen launig, heiter oder gar närisch wird im Stadion Tivoli, hängt maßgeblich von der Form der SCW-Akteure ab. Beim 1:1 zuletzt gegen Verl offenbarte das Team von Trainer Ali Beckstedde durchgehende Defizite in allen Bereichen. Selbst gestandene SCW-Führungsspieler kämpften um Bodenhaftung.

„Wir sind jetzt eine Woche weiter im Trainingsbetrieb, haben im Gegensatz zu Aachen schon das erste Spiel hinter uns“, zählt Beckstedde im Vorfeld der Auswärtspartie auf. Keinen Zweifel möchte der Trainerfuchs über den Gegner aufkommen lassen. „Für ganz oben reicht es diese Saison bei Aachen nicht, aber das ist schon eine gute Mannschaft gegen die wir konzentriert und nur mit wenigen Fehlern agieren müssen.“ Für den Trip in die ehemalige Kaiserstadt steht dem SCW-Trainer allerdings nur ein beschränktes Spieleraufgebot zur Verfügung. Mit Lars Bleker, Tobias Puhl und Mariusz Rogowski fallen gleich drei Akteure grippegeschwächt aus. Dazu muss Stipe Batarilo-Cerdic seine Sperre nach der Gelb-roten Karte aus dem Derby absitzen.

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