SC Verl verliert Schneeballschlacht mit 0:5
Andreas Golombek kassierte mit dem SC Verl eine 0:5-Niederlage beim TuS Erndtebrück. 

Gegen seinen Ex-Verein stand auf dem von einer dicken Schneeschicht bedeckten Kunstrasen des Pulverwaldstadions Jan-Patrick Kadiata erstmals in der Verler Startelf. Er vertrat den verletzten Marco Kaminski auf dem linken Flügel. Sein bis dahin letztes Regionalligaspiel hatte Kadiata im Hinspiel für den TuS bestritten.

Doch viel zu sehen gab es von ihm und seinen Teamkollegen nicht. „Es schneite kräftig, von der Bank aus konnte man das Spielgeschehen kaum beobachten. Eigentlich ein Unding, dass der Schiedsrichter angepfiffen hat“, schilderte SCV-Vorsitzender Raimund Bertels die Begleitumstände.

Dass Sauerländer besser mit der weißen Pracht umzugehen verstehen als Ostwestfalen, machte Erndtebrück schnell klar. Während der Sportclub sich vergebens bemühte, seinen Kombinationsfußball auf dem rutschigen Untergrund zu zeigen, schaltete Erndtebrück auf Wintermodus um: Einfache lange Bälle lauteten das Erfolgsrezept des Gastgebers im ersten Durchgangs.

Und das Rezept schmeckte den TuS-Fans: Zwei Konter durch Yannik Jaeschke (27.) und Edinho Viegas do Amaral (30.) nutzte der TuS zum 2:0, fünf Minuten vor dem Pausenpfiff düpierte Robin Schmidt seinen Verler Namenskollegen Julian und schoss zum 3:0 ein. Bertels nach dem dritten Gegentreffer: „Man hat das Gefühl, dass die Erndtebrücker Schnee-Spezialisten sind und unsere Jungs zum ersten Mal dem Schnee begegnen.“

Es kam noch schlimmer. Der Abstiegskandidat legte durch Paulo Pereira (47.) und erneut Schmidt (66.) zwei Treffer zum 5:0-Sieg nach. In die weiße Winterlandschaft brachte Schiedsrichter Niklas Dardenne Farbe, indem er Verls Schröder mit Gelb-Rot (54.) und Erndtebrücks Jaeschke mit Rot (56.) vom Platz schickte.

SCV-Trainer Andreas Golombek war mächtig angefressen: „Ein Bezirksligaspiel wäre unter diesen Bedingungen nie angepfiffen worden. Ich habe meinen Jungs verboten, es auf die spielerische Art lösen zu wollen. Aber auf mich hört ja keiner.“

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