SC Verl verzichtet auf die Demütigung
Bild: Dünhölter
Im Aufwind: Robert Mainka lieferte eine überzeugende Vorstellung auf der Doppel-Sechs ab und krönte seine Leistung mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 nach Großeschallau-Ecke.
Bild: Dünhölter

 „Wie wäre es für uns gelaufen, wenn Wattenscheids Sarisoy in der zweiten Minute seine Chance genutzt hätte?“, fragte sich Golombek wohl eher rhetorisch. Denn Verls Offensivwirbel hatten die Gäste überhaupt nichts entgegenzusetzen. „So geht Abstiegskampf nicht“, schimpfte denn auch SGW-Trainer André Pawlak.

Nur eine Minute nachdem Friedrich Bömer Schulte mit einem überraschenden Flachschuss ins linke Eck Verl erstmals jubeln ließ, machten sich bei den SCV-Fans Sorgenfalten breit: Sascha Brinker musste mit Oberschenkelproblemen vom Platz (5.). Golombek krempelte sein Team um. Der eingewechselte Manuel Rasp spielte nun für Philip Semlits auf dem rechten Flügel, Robert Mainka statt hinter der Spitze Simon Engelmann fortan an der Seite von Bömer Schulte auf der Doppel-Sechs, Matthias Haeder rückte vom Flügel ins Zentrum.

Die Sorgenfalten verschwanden indes sehr schnell, denn die Umstellungen schienen noch mehr Tempo und Zug nach vorne ins SCV-Spiel zu bringen. Rasp (6.), Engelmann (12.), Plucinski (16.) und Bömer Schulte (25.) hatten beste Chancen liegengelassen, dann machte es Robert Mainka mit seinem Kopfballtreffer aus fünf Metern nach Großeschallau-Ecke zum 2:0 deutlich besser (26.).

Eine sicher agierende Viererkette, ein schnelles Umschaltspiel und ständiges Anlaufen des gegnerischen Tores, dazu eine Wattenscheider Mannschaft, die das Mittelfeld den Hausherren überließ – der Sportclub nutzte die erste Halbzeit zu bester Werbung in eigener Sache. Einzige Enttäuschung der gesamten 90 Minuten war vielleicht, dass lediglich noch Fabian Großeschallau mit einem abgefälschten Schuss zum 3:0 einnetzte (31.).

„Es ist normal, dass man nach solch einer überlegenen ersten Halbzeit im zweiten Durchgang herunterschaltet. Schließlich haben wir am kommenden Samstag das schwere Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 II vor der Brust“, zeigte sich Andreas Golombek nachsichtig mit dem reduzierten Tempo nach dem Seitenwechsel. „Ich habe irgendwann aufgehört, Verls Torchancen zu zählen. Es waren einfach zu viele. Wir hätten hier auch mit 0:8 verlieren können“, zollte Pawlak dem SC Verl Respekt.

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