SC Verl will den Dynamo ausbremsen
Foto: Dünhölter
Fit für den Endspurt: Nach monatelanger Verletzungspause hat sich Flügelflitzer Nico Hecker (v. l.), hier gegen Viktoria Kölns Rene Klingenburg und Luca Stellwagen, beim SC Verl wieder zurückgemeldet.
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„Der Druck liegt ganz klar bei Dresden“, verteilt Verls Vorsitzender Raimund Bertels die Rollen für die Partie des 35. Spieltags. Immerhin hat sich das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt die Rückkehr in die zweite Bundesliga auf die Fahnen geschrieben. 

Nur bedingt konnte Guerino Capretti in der letzten Phase der Vorbereitung auf das Spiel Einfluss auf seine Mannschaft nehmen. Der 39-Jährige stand am Montag selber auf dem Platz, absolvierte seine letzte Prüfung für die Lizenz als Fußball-Lehrer. 

Den Spagat zwischen der mehrmonatigen Ausbildung in der Sportschule Hennef sowie am DFB-Standort Frankfurt und seinem Traineramt in Verl hat Capretti hervorragend hinbekommen, wie die Entwicklung der Mannschaft in ihrem ersten Jahr im Profifußball belegt. „Wir hatten uns auf die Doppelbelastung eingestellt“, verweist Bertels auf die gute Arbeit der Co-Trainer Sergej Schmik und Sebastian Lange. 

Gleichwohl hat dem Sportclub auch die Corona-Pandemie hierbei ein wenig in die Karten gespielt. „Da ist viel online gelaufen, somit konnte unser Trainer oft vor Ort in Verl sein“, schildert Raimund Bertels. 

Der Dynamo lief in den vergangenen Wochen unrund. Vier Spiele in Folge ohne Sieg und eigenes Tor kosteten SGD-Trainer Markus Kauczinski den Job. Sein Nachfolger Alexander Schmidt, zuvor bei Verls Mit-Aufsteiger Türkgücü München unter Vertrag, gelangen zum Einstand Siege über Duisburg und Uerdingen und damit die Rückkehr an die Tabellenspitze. 

„Wir spielen trotzdem auf Sieg gegen Dresden“, sagt Raimund Bertels selbstbewusst. Dabei muss er allerdings neben den Langzeitverletzten Barne Pernot, Patrick Schikowski, Aygün Yildirim, Leandro Putaro und Steffen Lang auch auf den in den vergangenen Wochen so stark aufspielenden Außenstürmer Kasim Rabihic (fünfte gelbe Karte) verzichten. Doch Bertels gibt sich zuversichtlich: „Wir haben verletzungsbedingt in dieser Spielzeit so oft umstellen müssen, das bekommen wir auch diesmal hin. Zumal Berkan Taz und Nico Hecker wieder fit sind.“

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