SC Verl zeigt beim 2:2 Comeback-Qualitäten
Foto: Dünhölter
Vor allem mit dem Spiel seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel in Mannheim war Verls Trainer Guerino Capretti zufrieden.
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Während Patrick Glöckner Mannheims Startformation gleich auf vier Positionen veränderte, gab es beim Sportclub im Vergleich zum letzten Spiel vor der Winterpause nur zwei Wechsel: Der zuletzt gesperrte Mehmet Kurt kehrte zurück, Berkan Taz übernahm die Rolle von Torjäger Zlatko Janjic, den Kniebeschwerden in die Zuschauerrolle zwangen. 

Ohne seinen Routinier Janjic, der Bälle prima festmachen und verteilen kann, offenbarte Verl Probleme, Mannheims kompakte Abwehr zu knacken. So blieb es im ersten Durchgang bei Distanzschüssen von Berkan Taz (10.) und Julian Schwermann (20.). 

Auf der anderen Seite stellten die Hausherren mit ihrem schnellen Umschaltspiel den Sportclub wiederholt vor Probleme. Wie in der 25. Minute, als Donkor auf dem linken Flügel zwei Gegenspieler überlief und sein Rückpass von der Grundlinie von Hamza Saghiri zum 1:0 verwertet wurde. 

Drei Minuten vor dem Pausenpfiff zeigte Schiedsrichter Speckner auf den Punkt, da Martinovic eine leichte Berührung von Lannert am Knie dankbar annahm (Capretti: „Dominik ist ein cleveres Kerlchen“). Feratis lässig geschossenen Elfmeter parierte Robin Brüseke noch mit dem Fuß, bei Feratis Nachschuss zum 2:0 blieb er machtlos (42.). 

Gefährlich wurde es nach dem Seitenwechsel vor allem, wenn sich Verls Verteidiger Lars Ritzka als Vorbereiter ins Offensivspiel einschaltete: Erst drosch Aygün Yildirim das Leder aus wenigen Metern übers Tor, dann traf Kasim Rabihic aus 17 Metern zum 1:2 und schließlich Yildirim mit Hilfe des Querbalkens zum 2:2 (73.). 

Während Mannheim offensichtlich dem hohen Anfangstempo Tribut zollte, überzeugte das Capretti-Team nun mit seiner Spielfreude. Die beinahe noch vom Siegtreffer gekrönt worden wäre. Doch Matthias Haeder per Kopf (79.) und Mehmet Kurt nach einem Freistoß (90.+1) verpassten das 3:2.

„Wenn man 0:2 zurückliegt, kann man mit dem 2:2 zufrieden sein. Meine Mannschaft hat im zweiten Durchgang Moral gezeigt“, freute sich Guerino Capretti über das Remis.

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